11.09.2019 17:30 |

Im Herbst

Literaturhaus Salzburg setzt auf japanische Kultur

Hauptsächlich mit Texten in deutscher Sprache, aber dafür mit internationalen Themen will das Literaturhaus Salzburg im Herbst die Menschen für sein Programm begeistern. Zum Start in die neue Saison schaut das Literaturhaus nach Japan.

„Das Literaturhaus Salzburg ist eines der aktivsten Literaturhäuser Europas, und wir bekommen viele Rückmeldungen von Autoren und Verlagen, die uns als sehr engagiert und gastfreundlich empfinden“, freute sich der Leiter des Hauses Thomas Friedmann am Mittwoch bei einem Pressegespräch. Auch die Verbindung zu anderen Disziplinen stärke seiner Meinung nach den Ruf des Hauses ungemein.

So richtet das Literaturhaus zum Beginn der Herbstsaison seinen Blick nach Japan, besser gesagt auf dessen Kunst und Literatur. Die Künstlerin Keisetsu Sakuragi bringt mit ihrer Ausstellung „Shodo. Der Weg des Schreibens“ erstmals Kalligraphie ins Literaturhaus. Aufmerksamkeit und auch Spenden soll eine zwölfstündige Fukushima-Benefiz-Veranstaltung mit Texten, Musik, Filmen und Workshops nach Japan bringen. Das japanisch gefärbte Jahr beschließt im Dezember eine Lesung von Autorin Yoko Tawada.

Bestimmt sind es auch ein paar Klicks aus Japan, die das Literaturhaus auf Facebook so beliebt machen. „Wir haben jährlich rund 15.000 Besucher hier, aber mittlerweile auch schon über 10.000 Follower auf Facebook. So umstritten die Plattform ist, sie zeigt doch das Interesse an uns. Andere größere Literaturhäuser wie in Wien oder Berlin haben nicht so viele. Das dürfte einerseits mit unserem Programm, andererseits damit zu tun haben, das viel unserer Kommunikation mit den Autoren mittlerweile über Facebook läuft“, resümierte Friedmann.

Zu den über 100 Veranstaltungen mit rund 150 Vortragenden zählt auch in diesem Jahr wieder das Krimifest vom 7. bis 9. November. Die Preisverleihung des „1. Servus-Krimiwettbewerbs“ wird die diesjährige, mittlerweile elfte Auflage beschließen. Dazwischen gibt es wieder zahlreiche Veranstaltungen mit neuen Büchern von Rafik Schami, Norbert Gstrein, Ales Steger oder Petros Markaris, der am 14. Oktober im Filmkulturzentrum Das Kino über seine Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Theo Angelopoulus berichten wird. Kooperationen wie mit dem Das Kino gibt es in dieser Saison wieder mit dem Friedensbüro, der Plattform für Menschenrechte und der Robert-Jungk-Bibliothek. Der international bekannte Pianist Paul Gulda wird außerdem ins Literaturhaus - das er auch nach eindringlichem Zureden Friedmanns dem Festspielhaus vorzieht - kommen und dort auf dem Klavier mit Rezitatorin Alexandra Kreuzender sein Rilke-Projekt präsentieren.

Auch der Verein Prolit ist mit elf Veranstaltungen im neuen Programm aktiv beteiligt, bei denen es stark um das Thema Widerständigkeit geht. Das Salzburger Literaturforum Leselampe holt außerdem erstmals Peter Stamm nach Salzburg, der seine etwas andere Weihnachtsgeschichte „Marcia aus Vermont“ mitbringt. Wie im Literaturhaus allgemein, setzt auch die Leselampe verstärkt auf die Verbindung von Kunst und Literatur. Für die jüngeren Literaturfreunde hält das Junge Literaturhaus Salzburg im Herbst auch wieder einiges parat. Bis Weihnachten sind bereits 60 Klassen für Autorenlesungen und interdisziplinäre Projekte angemeldet. Die Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche machen am Literaturhaus Salzburg ein Drittel aus, ein Alleinstellungsmerkmal in der europäischen Literaturhaus-Szene.

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