11.05.2010 16:20 |

Nur ein Etappensieg

Zwangsausgleich, aber GAK ist noch lange nicht gerettet

Die Gebietskrankenkasse und die Finanz waren dagegen, die übrigen 131 Gläubiger aber dafür - damit ist am Dienstag zum dritten Mal innerhalb von drei Jahren ein Zwangsausgleich des steirischen Traditionsklubs GAK angenommen worden. Das ist allerdings nur ein Etappensieg. Denn binnen 30 Tagen sind nun mehr als 500.000 Euro für den Ausgleich aufzubringen - und derzeit hat der Klub rund 240.000 Euro zur Verfügung.
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Nur knapp eine halbe Stunde dauerte die Zivilgerichtstagsatzung in Graz, dann war der GAK wieder einmal gerettet - vorerst. Die 133 Gläubiger hatten insgesamt 4.219.986 Euro an Forderungen angemeldet, lediglich die GKK und das Finanzamt (mit einer Gesamtforderung von exakt 774.126,53 Euro) stimmten gegen einen neuerlichen Ausgleich.

Nach anerkannten Forderungen und inklusive Verfahrenskosten sind für einen 20-Prozent-Ausgleich über 500.000 Euro nötig, für die Richterin Gabriele Seyffertitz dem Klub eine Frist von 30 Tagen genehmigte. 224.000 Euro liegen laut Masseverwalter Dr. Scherbaum dafür bereit - über die restliche Summe wird es mit der Investorengruppe Gespräche geben.

"Nahe Zukunft gesichert"
"In 30 Tagen", so Klubanwalt Mag. Hacker, "sollte diese Summe aufzubringen sein." Laut GAK-Präsident Anton Kürschner ist die nahe Zukunft damit gesichert. Die noch laufende Saison ist ausfinanziert, ein auf 700.000 Euro reduziertes Budget für nächste Saison ist fertig geplant. In Sachen Trainingszentrum will man künftig auch andere Vereine (Kürschner denkt "da etwa an die Grazer Giants") als Mieter mit an Bord nehmen.

Der GAK hatte bereits in den Jahren 2007 und 2008 Zwangsausgleiche abgeschlossen, wobei den Konkursgläubigern auch damals jeweils eine 20-prozentige Quote angeboten wurde. Bereits kurze Zeit nach Beendigung des zweiten Konkursverfahrens kämpfte man allerdings wieder mit finanziellen Problemen.

Alles verscherbelt
Mittlerweile ist laut "Kreditschutzverband von 1870" alles an verwertbarem GAK-Inventar verkauft worden: "Vorhanden waren lediglich diverse Fanartikel, wobei es sich hiebei vielfach um alte Utensilien handelt, welche nur mehr Sammlerwert repräsentieren."

von Egon Rejc ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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