03.09.2019 21:00 |

Strengen

Nach Riesen-Mure: Straße wieder freigegeben

Nach einem Murenabgang am Samstag in Strengen in Tirol, bei dem mehrere Wohnhäuser und ein Wirtschaftsgebäude beschädigt wurden, wird die Tiroler Straße (B171) ab heute, Dienstag, wieder für den Verkehr freigegeben. Dies teilte das Land in einer Aussendung mit. Die Straße war auf einer Länge von 70 Metern zwei bis drei Meter hoch verschüttet worden.

Heftige Gewitter gingen, wie berichtet, am Samstagabend über einigen Teile Tirols nieder. Vor allem im Arlberggebiet waren die Regenfälle zum Teil sehr stark. Im Ortsteil Klaus in Strengen ging eine Mure auf die Bundesstraße nieder. Zwölf Personen mussten in Sicherheit gebracht werden. Eine Tischlerei wurde zerstört. Schon am nächsten Tag folgte nach einem Erkundungsflug die Entwarnung: Die Anrainer durften wieder zurück in ihre Häuser. Die Straße allerdings blieb aber aufgrund nötiger Aufräumarbeiten und Sicherheitsmaßnahmen bis Dienstag gesperrt.

Landeshauptmann war auf Lokalaugenschein
Landeshauptmann Günther Platter machte sich nach dem Murenereignis am Wochenende selbst ein Bild des Schadensausmaßes vor Ort.  „Die Bevölkerung kann sich nach solchen Naturkatastrophen auf das Land Tirol verlassen. Die betroffenen Anrainerinnen und Anrainer, die Schäden zu verzeichnen haben, sollen aus finanzieller Sicht jedenfalls schadlos gehalten werden“, sicherte LH Platter die umfassende Unterstützung vonseiten des Landes zu.

Weitere Maßnahmen
Gemeinsam mit Landecks Bezirkshauptmann Markus Maaß und weiteren Verantwortlichen der Gemeinde sowie der Wildbach- und Lawinenverbauung wurde bereits über weitere Maßnahmen gesprochen: „Neben der finanziellen Schadenskompensation stehen nun vor allem auch weitere Schritte an, mit welchen wir die Sicherheit der Menschen vor Ort bestmöglich schützen können. Zum Glück wurde niemand ernsthaft verletzt. Denn mit welcher Kraft sich die Mure in das Tal bewegte, zeigt sich beim Anblick der zerstörten Tischlerei und der beschädigten Gebäude“, so Platter.

Neue Trasse für den Bach
„Da es in den letzten 20 Jahren an dieser Stelle nun drei Mal ein solches Naturereignis zu verzeichnen gab, müssen wir handeln. Unsere Expertinnen und Experten sind sich einig, dass eine neue Trasse für den dortigen Bach benötigt wird, da diese nach dem jüngsten Murenabgang in Mitleidenschaft gezogen wurde“, sagte der für Sicherheit zuständige LHStv. Josef Geisler. Die Gespräche mit der dafür zuständigen Wildbach- und Lawinenverbauung wurden bereits aufgenommen: „Wir haben bereits den Auftrag erteilt, mögliche Varianten für eine neue Bachführung auszuarbeiten und diese ehestmöglich umzusetzen. Es wäre dabei möglich, die Trasse breiter zu führen, um dem Bach mehr Platz zu geben“.

Projekt soll rasch gestartet werden
Beteiligt sind dabei neben der Gemeinde und der Bezirkshauptmannschaft auch das Baubezirksamt Landeck, das Wasserbauamt sowie die Feuerwehr. „Jetzt geht es darum, im Sinne der Sicherheit der Bevölkerung schnellstmöglich einen Konsens aus den unterschiedlichen Expertisen zu ermitteln, um das Projekt rasch zu starten. Eine einhundertprozentige Sicherheit gibt es nicht - doch müssen wir alles daran setzen, uns bestmöglich auf solche Naturereignisse vorzubereiten.“

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