03.09.2019 08:38 |

Gaißau-Hintersee

Die Pisten-Verpächter eröffnen die Klags-Flut

Schluss mit lustig in der Gaißau: Nach den Bundesforsten haben mittlerweile fünf weitere Grundeigentümer die Gaißauer Bergbahnen auf die Zahlung offener „Servitutsentschädigungen“ geklagt. Streitwert: ein niedriger sechsstelliger Betrag! Geschäftsführer Wang hat noch nicht reagiert

„Bedingter Zahlungsbefehl“ – diese wenig freundliche Zeile haben die Gaißauer Bergbahnen in den vergangenen Wochen öfters in ihrer Post gefunden: Zwei Almgenossenschaften und drei weitere Grundbesitzer haben die Gaißauer Bergbahnen rund um den chinesischen Mehrheitseigentümer Zhonghui Wang geklagt.

Ausständige „Servitutsentschädigungen“ werden als Grund in den Klagen genannt, die beim Bezirksgericht Hallein und am Landesgericht eingegangen sind. Gefordert wird insgesamt ein niedriger sechsstelliger Euro-Betrag.

Ob hinter den hohen Forderungen die immer noch ausstehenden Pachtzahlungen stehen, ist derzeit noch unklar. Rechtsanwalt Günther Auer, der die fünf Kläger vertritt, hielt sich am Montagnachmittag der „Krone“ gegenüber bedeckt: „Ich darf keine Auskunft geben, ich wurde von der Schweigepflicht noch nicht entbunden“, so der Jurist.

Das Brisante an den Klagen: Laut Akt haben die Gaißauer Bergbahnen bisher weder auf die anhängigen Klagen beim Landesgericht reagiert, noch auf jene beim Bezirksgericht. Auch mit den Klägern habe die Liftgesellschaft noch keinen Kontakt gehabt.

Die Bergbahnen haben noch nicht reagiert
Ähnlich ist die Situation bei den Bundesforsten (ÖBF), die bereits Anfang Juli beim Landesgericht vorstellig wurden: „Wir haben nach wie vor keinen Kontakt zu Herren Wang, er hat sich auch nach der Klage noch nicht bei uns gemeldet“, berichtet ÖBF-Sprecherin Pia Buchner der „Krone“. Dem Vernehmen nach fordern die Förster eine sechsstellige Summe.

Die Lifte dürften im Skigebiet Gaißau-Hintersee also auch in der kommenden Wintersaison still stehen. Wie berichtet, haben die Gaißauer Bergbahnen keine Mitarbeiter, ausstehende Revisionen und aufgeschobene Reparaturen deuten daraufhin, dass die Bergbahnen heuer nicht ihre Tore für die Wintersportler öffnen.

Verena Seebacher
Verena Seebacher
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