02.09.2019 13:10 |

Start für Stimmenkampf

Wahlkampf mit Frühschoppen und Heli-Show

Am 29. September wählt Österreich ein neues Parlament. Salzburgs Landesparteien beginnen in der letzten Ferienwoche mit dem intensiven Ringen um Wählerstimmen. Während Türkis und Blau zu größeren Veranstaltungen laden, gehen es SPÖ, Grüne und Neos auch aus Geldmangel vergleichsweise ruhig an.

Die Salzburger ÖVP startet am kommenden Sonntag mit einer Machtdemonstration in den Wahlkampf: Ab neun Uhr steigt in der Salzburgarena beim Messezentrum ein politischer Frühshoppen. Stargast ist einmal mehr Parteichef und Ex-Kanzler Sebastian Kurz, der erst vor eineinhalb Woche bei einem Besuch der Schranne gezeigt hat, wie sehr er die Wähler in Salzburg mitzureißen vermag.

An seiner Seite werden die gesamte Spitze der Landes-ÖVP, die Kandidaten für den Nationalrat und EU-Parlamentarierin Karoline Edtstadler aufmarschieren. Die ehemalige Staatssekretärin, die bei der EU-Wahl einen Vorzugsstimmenrekord aufgestellt hat, spielt im Wahlkampf eine zentrale Rolle, obwohl sie selbst nicht antritt.

Die FPÖ setzt in Salzburg auf einen starken Auftritt – im wahrsten Sinne des Wortes: Am Freitag wagt „The Austrian Rock“ Franz Müllner um 13.30 Uhr in Tamsweg einen neuen Weltrekordversuch. Er lässt einen Hubschrauber auf seinen breiten Schultern landen. Mit dabei ist der neue FPÖ-Chef Norbert Hofer, der im Anschluss auch eine Rede halten wird.

Die blaue Landespartei betont, das sei kein Versuch, den sympathischen und vor allem bekannten Kraftlackl politisch zu vereinnahmen: „Er ist kein Freiheitlicher, kann aber mit allen Parteien reden“, heißt es aus der Parteizentrale.

Bei SPÖ, Grünen und Neos regiert die Geldnot
Bei der SPÖ macht sich die Geldnot bemerkbar, die aus den zahlreichen Wahlkämpfen seit 2016 resultiert. Zum Auftakt des Intensiv-Wahlkampfes gibt es am Donnerstag nur eine Pressekonferenz der Landesspitzenkandidaten (siehe Artikel links). Allerdings freut sich die Landespartei, dass es dieses Mal – anders als unter Christian Kern – auch in Salzburg wieder Großplakate gibt. Die Landespartei kann es sich nur leisten, kleine Wahlgeschenke zu finanzieren: Bleistifte, Einkaufssackerl aus Baumwolle und frische Äpfel.

Der grüne Spitzenkandidat Werner Kogler ist am Donnerstag ab 10.30 Uhr der nächste Spitzenpolitiker, der auf der Schranne unterwegs ist. Es dürfte wegen der zahlreichen TV-Duelle im ORF und den vielen privaten Sendern sein einziger Besuch in Salzburg vor dem Wahltag bleiben.

Aus demselben Grund wird auch Neos-Parteichefin Beate Meinl-Reisinger voraussichtlich nicht nach Salzburg kommen. Sie schickt stattdessen ihre neue Nummer zwei, Ex-Kurier-Herausgeber Helmut Brandstätter, der am 11. September Termine absolviert.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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