Ärztin nun angeklagt

Wende beim Streit im Ärztenetzwerk in Sierning

Von der Anklägerin zur Angeklagten! So hat sich das Blatt für eine ehemalige Ärztin des Ärztenetzwerks Sierning bei einem Disput mit dem Geschäftsführer gewendet. Ihr Vorwurf des schweren Betrugs stellte sich als haltlos heraus. Vielmehr steht sie nun selbst wegen falscher Zeugenaussage vor Gericht.

Wegen des Verdachts der Verleumdung und falscher Zeugenaussage muss am Dienstag. 3. September, eine Ärztin den Gang vor das Landesgericht Steyr antreten. Sie hat sich Ende des letzten Jahres mit Wolfgang Gruber, dem Geschäftsführer des Primärversorgungsnetzwerks Sierning, überworfen. Nach ihrem Austritt aus dem Unternehmen im Dezember 2018 zeigte sie im März Gruber wegen des Verdachts des versuchten Betrugs an.

Freispruch für Manager
Die Staatsanwaltschaft sprach den Angeklagten in allen Punkten frei, ermittelt nun gegen die Klägerin weiter. „Sie soll unter anderem Sachverhalte über angebliche Kick-back-Zahlungen an eine Computerfirma erfunden haben“, erklärt Bernhard Huber, Anwalt des Geschäftsführers.

Disziplinarverfahren droht
Bei der Verhandlung am 3. September sind deshalb auch Mitarbeiter der IT-Firma im Zeugenstand. Die Ärztin muss sich aber nicht nur vor dem Richter rechtfertigen. Bei der Ärztekammer steht ebenfalls ein Disziplinarverfahren im Raum.

Ehemann der Ärztin angezeigt
Und auch ihrem Ehemann droht Ärger. „Wir haben bei der Staatsanwaltschaft Steyr eine Anzeige wegen Cyber-Mobbings erstattet“, so Jurist Huber. Der Ehemann soll in sozialen Medien, per E-Mail und auch in Telefonaten über Monate hinweg „massiv die Ehre des Ärztezentrum-Managers angegriffen haben“. Der Mann, für den so wie für seine Frau die Unschuldsvermutung gilt, war nicht im Ärztezentrum beschäftigt.

Mario Zeko
Mario Zeko
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