30.08.2019 13:50 |

Nicht erster Vorfall

Salzburg will weitere Strahlen-Dächer prüfen

Aufregung nach dem Strahlen-Alarm an der Volksschule Salzburg-Aigen. Dort wurde ja eine - ungefährliche - Cäsium-Belastung am Dach gemessen. Jetzt prüft die Stadt weitere mögliche Strahlendächer. Es war nicht der erste Vorfall: In der Vergangenheit wurden kontaminierte Gesteinsproben aus 13 hiesigen Schulen entfernt.

Nachdem bei der Volksschule Aigen eine erhöhte Strahlenbelastung festgestellt worden war, sollen nun weitere Dächer gecheckt werden. Beim Abtragen des Schuldaches wurden Spuren des radioaktiven Elementes Cäsium 137 am Lack entdeckt. Das Dach wurde zu Zeiten der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl von 1986 saniert. Welche Dächer noch im Jahr des Nuklearunfalls saniert wurden, will die Stadt nun prüfen.

Grund zur Besorgung für die Eltern gibt es jedoch nicht. „Die Menge an radioaktiver Strahlung ist nicht größer als die Strahlenbelastung in der Natur“, sagt Werner Windhager von der Agentur für Ernährungssicherheit, die die Radioaktivität gemessen hatte.

Erhöhte Radioaktivität in Schulen war bereits vor drei Jahren Thema. Bei 13 Salzburger Schulen konnte damals Strahlung in Pechblenden, also Gesteinsproben, nachgewiesen werden. „Die Gesteine für den Schulunterricht waren hoch radioaktiv“, sagt Thomas Neff von der „Plattform gegen Atomgefahren“. Auf seinen Vorschlag wurde das Material damals entfernt. Die Cäsium Belastung im Schuldach sei hingegen ungefährlich.

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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