Wachstum und Prozess

Oberbank steht ein sehr heißer Herbst bevor

Der Gewinn nach Steuern stieg im ersten Halbjahr auf 118,4 Millionen Euro, heuer sollen noch neun Filialen in Deutschland aufsperren, wo es bis 2022 insgesamt 50 Oberbank-Standorte geben wird. Das Geldinstitut setzt ungebremst den Wachstumskurs fort - auch dem „Theater“ mit der Bank Austria zum Trotz.

„Die Bank Austria soll sagen, was sie will - wir wissen es nicht, was sie will“, sagte Oberbank-Generaldirektor Franz Gasselsberger, der gestern zwar keine Fragen rund um das „Theater“ (O-Ton Gasselsberger) mit der Unicredit Bank Austria beantworten wollte, von sich aus aber Stellung bezog.

„Wollen keinen Streit“
Die Bank Austria hatte ja alle drei Geldinstitute der 3-Banken-Gruppe geklagt und bei der Oberbank einen zusätzlichen Aufsichtsrat erzwingen wollen. Damit war sie aber abgeblitzt. Es folgte eine Anfechtungsklage gegen den Beschluss der Hauptversammlung, die Oberbank beantwortete die Klage, nun steigt am 9. Oktober der erste Gerichtstermin. Im Blickpunkt sind vor allem Kapitalerhöhungen, die laut Bank Austria nicht korrekt abgelaufen seien. „Ein öffentlicher Streit bringt uns nicht weiter“, sagt Gasselsberger, der betonte: „Wir wollen keinen Streit, wir wollen Rechtssicherheit. Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter schätzen unsere Unabhängigkeit und dass Entscheidungen in Linz getroffen werden.“

Knapp vor 180er-Marke
Abseits des Gerichtstermins steht der Oberbank, die mittlerweile 2379 Mitarbeiter zählt, ein heißer Herbst bevor: Noch heuer werden neun neue Filialen in Deutschland eröffnet - in Baden-Württemberg, Sachsen und Hessen. Die Zahl der Standorte steigt damit bis Jahresende auf 179. In Österreich liegt der Fokus weiterhin auf Wien.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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