Gruber & Kaja

Schuldenberg ist mehr als 27 Millionen Euro hoch

Freitagabend hatte der HTI-Konzern bekannt gegeben, dass für Gruber & Kaja ein Insolvenzantrag gestellt wird. Vier Tage später wurde gestern das Sanierungsverfahren über den Metallteileherstelller aus St. Marien eröffnet. 201 Mitarbeiter sind betroffen. Der Schuldenberg ist laut KSV 1870 mehr als 27 Millionen Euro hoch.

„Die letzten Treuen“ - so bezeichnen Branchenkenner die 201 Mitarbeiter, die bei Gruber & Kaja derzeit beschäftigt sind. Sie steckten zuletzt auch weg, dass die Gehälter Mitte August nicht mehr überwiesen werden konnten. Gestern wurde das nächste Kapitel im Leidensweg des Metallteileherstellers, der als Hersteller der Druckkochktöpfe der Marke Kelomat bekannt war, aufgeschlagen: Am Landesgericht Linz wurde das Sanierungsverfahren über das Unternehmen, das Teil des HTI-Konzerns ist, eröffnet.

Masseverwalter mit viel Erfahrung
242 Gläubiger sind von der Pleite bei Gruber & Kaja betroffen. Der Schuldenberg beläuft sich laut KSV 1870 auf 27,1 Millionen Euro. Dem gegenüber sollen Aktiva, also Vermögenswerte, in Höhe von 9,4 Millionen € stehen. Die Belegschaft besteht aus 65 Angestellten, 127 Arbeitern, sowie neun Lehrlingen, deren Schicksal nun in den Händen des Masseverwalters liegt. Vom Landesgericht wurde dazu mit Gerhard Rothner ein Anwalt mit viel Erfahrung bestimmt. Der Linzer war unter anderem auch bei der Abwicklung der Pleite des Anlagenbauers Hitzinger, der schließlich verkauft wurde, federführend tätig.

Zweitgrößte Pleite
Gruber & Kaja ist mit Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als 27 Millionen Euro heuer die zweitgrößte Pleite in Oberösterreich. Auf Platz eins rangieren Bernhard und Thomas Braunsberger, die gemeinsam 31 Millionen € Passiva zu Buche stehen haben.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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