Außergewöhnlicher Job

„Wir lehren Erwachsenen das Schönschreiben“

Die Handschrift und das schöne Schreiben hat mit dem Einzug von Computer, Smartphone und Tablet massiv an Bedeutung verloren. Doch seit einiger Zeit interessieren sich wieder mehr Menschen für die analoge Arbeit mit der Hand. Lange bevor es zum Trend wurde, startete Anna Heuberger im Jahr 2010 mit ihrem Blog „we love handmade“, um allen Do-It-Yourself-Fans eine Plattform zu geben. Gemeinsam mit Petra Gschwendtner, die zwei Jahre später ins Team kam, bietet die 35-Jährige nun seit 2013 zusätzlich Workshops und Craft-Kits für alle, die gerne schön schreiben, sticken oder einfach nur ihrer Kreativität freien Lauf lassen wollen, an - mit großem Erfolg.

Schön schreiben - braucht man das heute überhaupt noch? Immerhin kommunizieren fast alle via E-Mail oder SMS. Wird ein Brief mal per Post verschickt, wurde er mit großer Wahrscheinlichkeit nicht handschriftlich verfasst. Aus diesem Grund sehnen sich die Menschen aber danach. Die älteren, weil es sie an die Schulzeit zurück erinnert, als sie mit der Feder schreiben mussten. Die Jüngeren sehen die schnörkeligen Schriften auf Instagram und wollen es auch probieren. Diese wenden sich dann an „we love handmade“. Denn Anna Heuberger und Petra Gschwendtner bieten genau das an: Das Erlernen der Schönschrift - unter anderem in Kalligrafie-Workshops, der Kunst des Schönschreibens, aber auch in Brush Lettering- und Hand Lettering-Kursen.

#Man braucht kein Talent
„Gleich vorweg: Für Kalligrafie braucht man kein Talent. Es ist vor allem Übungssache. Natürlich muss man sich erstmal an die ungewohnte Feder gewöhnen. Doch mit dem richtigen Material und einigen Tipps und Tricks kann es jeder lernen“, ist sich Gschwendtner sicher. „Wenn man im Alltag überhaupt noch mit der Hand schreibt, tut man es schnell und nicht schön“, ergänzt sie. Setzt man sich aber mit der Kalligrafie auseinander, bekommt man grundsätzlich eine schönere Schrift. „Man entwickelt dann eine größere Liebe zur Schrift, sie ist nicht nur mehr Mittel zum Zweck“, weiß die 30-Jährige aus Erfahrung.

#Etwas in der Hand halten
Die Nachfrage nach Kursen, die mit schöner Schrift zu tun haben, ist groß. „Kalligraphie, Brush Lettering, was das Gleiche ist, nur mit einer Brush-Pen, anstatt einer Feder und Hand Lettering - das Zeichnen und Malen von Buchstaben - zählen zu unseren beliebtesten Kursen“, erzählt Heuberger. „Die Menschen wollen wieder mehr mit den Händen machen und ein Endergnis erzielen, dass sie ansehen und in den Händen halten können.“

#Üben, üben, üben
Doch bis es so weit ist und man ein schönes Endergebnis in Händen halten kann, muss man üben. Aus diesem Grund hat uns „we love handmade“ ein Kalligrafie-Set bereitgestellt. City4U-Fazit: „Das Gewöhnen an das Werkzeug, die Feder, ist gar nicht so einfach. Simple Bewegungen wie ein gerader Strich sind wirklich schwierig zu bewältigen. Auch die richtige Handhabe ist anfangs sehr ungewohnt. Bis man wirklich so schön schreibt wie die Profis, ist das Üben sehr, sehr vieler Striche und Ovale unumgänglich. Es macht aber großen Spaß und es ist schön, sich einmal nur voll und ganz auf eine Sache zu konzentrieren.“

#Man wird nie perfekt sein
Natascha Safarik, die Kalligrafin, die die Workshops leitet weiß: „Man kann sein Leben lang Ovale (Anmerkung der Redaktion: den Buchstaben O) üben, es gibt immer etwas, das man verbessern kann.“ Und genau das ist vielleicht das Reizvolle an der Kunst des Schönschreibens. Wer sich nun auch in Kalligrafie, Hand Lettering oder aber auch Sticken probieren möchte: Die Workshops starten wieder im September. Die genauen Termine findet ihr hier.

August 2019

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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