24.08.2019 12:50 |

Emotionales Posting

Jetzt spricht Tajana Gudenus über Ibiza-Skandal

Am Donnerstag ist das Buch der Ibiza-Aufdecker erschienen. Regelrecht auf diese Lektüre gestürzt haben dürfte sich Tajana Gudenus. Die Ehefrau von Johann Gudenus, die bei jenem zukunftsentscheidenden Treffen in Ibiza vor zwei Jahren dabei war, veröffentlichte nämlich noch am Erscheinungstag ein emotionales Posting, in dem sie über Verschwörungstheorien, Rufmord, die Verabreichung von Neurotransmittern - und einer drohenden Frühgeburt spricht.

„Das ist kein ‚Wutposting‘“, betont Gudenus zu Beginn des Beitrags, den sie am Donnerstagabend auf Facebook und Instagram veröffentlichte. Und dennoch wollte sich jene Frau, die damals vor zwei Jahren mit ihrem Ehemann und Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache in einer Villa in Ibiza eine vermeintliche Oligarchen-Nichte traf, offensichtlich so einiges von der Seele reden.

Gudenus wirft den Journalisten der „Süddeutschen Zeitung“ und Autoren des Buches „Ibiza-Affäre: Innenansichten eines Skandals“ vor, mit zweierlei Maß zu messen: So würde die Wichtigkeit des Quellenschutzes mehrfacht betont werden. Dass aber „das Recht am eigenen Bild, die Persönlichkeitsrechte, die Vertraulichkeit des gesprochenen Wortes und die Unverletzlichkeit der Privatsphäre (Wohnung)“ der Familie Gudenus „gröblich missachtet“ worden seien, würde ungeachtet bleiben.

Besonders erschüttert zeigt sich Gudenus darüber, dass Bilder von ihr aus dem Ibiza-Video unverpixelt veröffentlicht wurden. Dies habe dazu geführt, dass ihre Person mit der angeblichen Oligarchen-Nichte verwechselt worden sei, „was in weiterer Folge zur Entstehung unzähliger Verschwörungstheorien führte“.

„Beinahe Frühgeburt“ erlitten
Und dann spricht Gudenus noch ein sehr persönliches und emotionales Thema an: Durch die „dermaßen belastenden“ Umstände habe die mittlerweile Hochschwangere „beinahe eine Frühgeburt“ im fünften Schwangerschaftsmonat erlitten. Darüber hinaus empfinde Gudenus die Causa als Rufmord: „Mehrere Studienabschlüsse und eine selbstständig erarbeitete berufliche Laufbahn (die nicht fortgesetzt werden können wird), die mir jetzt sinnlos erscheinen“, so die enttäuschte Ehefrau von Johann Gudenus.

Neurotransmitter verabreicht
Dieser soll laut seiner Frau in Ibzia übrigens nur so redselig gewesen sein, weil ihm „Neurotransmitter verabreicht“ worden seien. „Bei den Neurotransmittern gehen die Experten von GHB, GBL oder BDO aus - bei allen drei handelt es sich um farblose Flüssigkeiten, die bei einer Einwirkzeit von nur zehn Minuten vorsätzlich initiierte Verhaltensveränderungen von Menschen bewirken und so zur Erstellung kompromittierender Fotos, bzw. Videos dienen“, erklärt Tajana Gudenus.

„Habt ihr nicht die leise Furcht?“
Zuletzt fordert die junge Frau ihre Kritiker dazu auf, sich in ihre Lage hineinzuversetzen: „Habt ihr nicht die leise Furcht, dass sich solche Praktiken auch einmal gegen euch richten könnten? Soll es ab jetzt jedem gestattet sein, sich künftig kriminell produzierter Videos problemlos zu bedienen, diese zu verbreiten und Ego-Bücher darüber zu verfassen? Denkt einfach mal in Ruhe darüber nach ..., weil Privatsphäre eigentlich ein fundamentales Menschenrecht ist.“

Charlotte Sequard-Base
Charlotte Sequard-Base
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