Prüfung läuft nun:

Beißt das Land bei Auftragsvergaben auf Granit?

Beißt das Land Oberösterreich bei der Vergabe von Bauaufträgen wirklich auf Granit? In dem Sinn, dass regionale Baustoffe gegenüber Importen aus China nicht bevorzugt werden dürfen? Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) lässt das gerade prüfen. Landeschef Thomas Stelzer (ÖVP) pocht aber schon auf eine stärkere Berücksichtigung des „ökologischen Fußabdrucks“ bei Vergaben.

Warum werden - wie berichtet - beim Ausbau der B 38, Böhmerwaldstraße, im Mühlviertler Granitland, 580 Laufmeter Leistensteine aus etwas billigerem, über Tausende Kilometer herangekarrtem chinesischem Granit verbaut? Die Straßenbauabteilung des Landes verweist auf die Baufirma, „denn wir schreiben keine Bauprodukte aus, sondern Bauleistungen“.

Steinkellner lässt durch Anwaltskanzlei prüfen
Trotzdem lässt Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) nun von einerAnwaltskanzlei prüfen, ob das geltende Vergaberecht nicht doch eine Bevorzugung heimischer Baustoffe möglich machen würde, in diesem Fall eben von Mühlviertler Granit.

Über Klimaschutz reden - und dann das…
LH Thomas Stelzer (ÖVP)geht offenbar vorab davon aus, dass das möglich sein muss. Man brauche nicht über Klimaschutz reden, wenn zugelassen werde, dass im Zuge einer Mühlviertler Straßenbaustelle ein riesiger ökologischer Fußabdruck und regionale Unternehmen ohne Aufträge übrig bleiben, sagt er.

Transportwege und CO2-Ausstoß stärker berücksichtigen
„Ich glaube, dass Nachhaltigkeit und der ökologische Fußabdruck bei der Vergabe einfach noch stärker berücksichtigt werden müssen. Ich habe daher in der Landesverwaltung Auftrag gegeben, dass die Transportwege und der CO2-Ausstoß verstärkt berücksichtigt werden müssen - das Ganze natürlich im Rahmen bundes- bzw. unionsrechtlicher Gesetze“, bekräftigt der Landeshauptmann.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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