23.08.2019 09:00 |

Deponie-Pläne

Rohrdorfer beschwichtigt, Bürger nicht überzeugt

Seit in der Schwoich bekannt wurde, dass ein Steinbruch als Asbet-Deponie Verwendung finden soll, gehen die Wogen in der Unterländer Gemeinde hoch. Beruhigung und Vertrauen will nun die Betreiberfirma mit einem überarbeiteten Antrag schaffen. Aus diesem wurden Asbest und weitere Gefahrenstoffe herausgenommen.

Mike Edelmann, der Geschäftsführer des bayrischen Rohrdorfer Konzerns, war am gestrigen Donnerstag im Rahmen einer Imagetour im Land unterwegs. Vor allem, um zu beschwichtigen. Und er tischte im „Krone“-Gespräch schließlich auch Neuigkeiten auf, die für die seit Monaten aktive Bürgerinitiative erfreulich sind.

Neuer Antrag ohne gefährliche Stoffe
Die Rohrdorfer Gruppe wird Ende August einen überarbeiteten Antrag zu der von ihr geplanten Baurestmassendeponie in Schwoich zur Prüfung beim Land Tirol einreichen. Aus dieser aktuellen Abfallliste wurden asbesthaltige Stoffe und weitere zuvor beantragte G-klassifizierte Stoffe herausgenommen, wobei dies mit der Gemeinde vertraglich geregelt wird. „Wir werden sicherlich auch später, wenn die Deponie in Betrieb ist, keine dieser Abfallstoffe nachträglich zur Endlagerung beantragen“, erklärt Edelmann auf die Frage, ob zukünftig eine Vorgehensweise wie im steirischen Bad Mitterndorf (die „Krone“ berichtete), auch in der Schwoich zu erwarten sei.

Bürgerinitiative von neuen nicht überzeugt
Für die Bürgerinitiative stellt dieser Schritt zwar einen Teilerfolg dar. Aber: Unter den verbleibenden Stoffen der geplanten Baurestmassendeponie sind auch stark schwermetallbelastete Industrieabfälle, die abgelagert werden sollen. Deshalb bezeichnet der Bürgerinitiative Schwoich eine Baurestmassendeponie im Wohngebiet nach wie vor einfach als zu gefährlich und somit nicht umsetzbar.

Hubert Berger, Kronen Zeitung

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