23.08.2019 07:00 |

Quantensprung

Supercomputer „made in Tirol“ vor der Marktreife

Nach mehr als 20-jährigem Tüfteln in Innsbrucker Labors ist das Ziel zum Greifen nahe – ein kommerziell nutzbarer Quantencomputer! Er soll im kommenden Jahr präsentiert werden und 2022 marktreif sein. Die Alpine Quantum Technologies GmbH (AQT) soll dafür sorgen, dass diese Revolution einen globalen Durchbruch erlebt. Ein 10-Millionen-Euro-Deal hilft.

ACT präsentierte sich beim Technologiebrunch der Standortagentur in Alpbach. Dieser Tage finalisierte man Beteiligungen (je 5 Mio. Euro) durch die Uni Innsbruck und die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft.

Doch was ist ein Quantencomputer? Im „Krone“-Gespräch wählte AQT-Chef Thomas Monz einen einfachen Vergleich: „Nehmen Sie ein Navi – ein normaler Computer rechnet alle 100 Fahrvarianten hintereinander. Ein Quantencomputer kann alle gleichzeitig ermitteln.“ Stark vereinfacht gesagt ist dies möglich, weil ein Quantencomputer nicht nur 0 und 1 kennt, sondern unzählige „Zustände“ dazwischen. Noch vor Jahren füllte das Ur-Modell im Innsbrucker Techniklabor rund 15 m² Fläche. „Heute sind wir bei 1,5 m².“

Haus-Anschlüsse an Quantencomputer
Dennoch geht Monz nicht davon aus, dass bald jeder einen Quantencomputer zuhause hat. Eher nur eine Tastatur, die einen Anschluss an einen solchen Supercomputer hat – „das könnte selbstverständlich werden wie heute ein Wasser- oder Stromanschluss.“

Schon jetzt herrsche reges Interesse der Industrie (etwa aus der Chemiebranche). Gelöst werden können auch extrem schwierige Optimierungsprobleme. Wirtschafts-LR Patrizia Zoller-Frischauf bezeichnete die Quantenforscher rund um Monz, Rainer Blatt und Peter Zoller als „die Besten der Besten.“ Alles müsse für den endgültigen Durchbruch getan werden.

Andreas Moser
Andreas Moser
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