20.08.2019 08:57 |

Wegen Gesundheit

5G-Rebellen aus Ebenau fordern Kabel statt Funk

Das neue Mobilfunknetz 5G ist für den ländlichen Raum eine Chance auf schnelles Internet. Aber nicht alle wollen die Technologie haben, da es keine Studien zu den Auswirkungen gibt. Ebenau kritisiert zudem, dass die Funkanlagen ohne Zustimmung der Gemeinden installiert werden können.

Beim Gesundheitssystem ELGA kommt es, wie berichtet, immer wieder zu Ausfällen bei den Ärzten. Vor allem auf dem Lande, wo das Internet noch nicht so stark ausgebaut ist, gibt es dieses Problem. Schnee von gestern? Denn bald soll die fünfte Mobilfunkgeneration 5G für eine schnelle Verbindung im weltweiten Netz sorgen. Dies ist gerade für Gebiete eine Chance, wo es schwierig und teuer ist, Glasfaserkabeln zu verlegen.

Aber nicht alle wollen diese Technologie auch haben. „Es gibt ja keine Langzeitstudien zu den Auswirkungen auf die Gesundheit“, gibt der Ebenauer Bürgermeister Johannes Fürstaller (ÖVP) zu bedenken. Er will daher in seiner Gemeinde lieber den Ausbau des Glasfaserkabels vorantreiben.

Das Problem: „Wir als Gemeinde müssen bei der Installation von 5G nicht einmal gefragt werden!“ Dienstleister können die Sender auf öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Kindergärten ohne Zustimmung betreiben. „Wir verlieren damit die Hoheit über unser Gemeindegebiet“, kritisiert Fürstaller – normalerweise entscheide eine Gemeinde, was wo gebaut wird. „Und sonst braucht man auch für fast alles eine Genehmigung.“ Außerdem gebe es im Ort kaum Betriebe, die vom neuen Netz profitieren würden.

5G ist die fünfte Generation des Mobilfunknetzes und soll durch die enormen Datenmengen, die transportiert werden können, Wirtschaft, Medizin und Industrie bei der besseren Vernetzung helfen. Die neuen Module werden derzeit aus Kostengründen auf bestehenden Sendemasten montiert.

Felix Roittner
Felix Roittner
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