Nach Shitstorm

Nike stoppt Diskriminierung von Schwangeren

Die Schwangerschaft ist leider nicht immer nur ein Grund zur Freude für manche Frauen. Vor allem dann nicht, wenn man den falschen Arbeitgeber hat. Der war bis vor kurzem auch der Sportartikelhersteller Nike. Zwei Athletinnen, die einen Werbevertrag bei dem Konzert haben, veröffentlichten nämlich, dass sie aufgrund ihrer Schwangerschaft bis zu 70 Prozent weniger Gehalt bekommen hätten. Ein Shitstorm folgte, Nike änderte seine Vertragsbedingungen: Kein Gehaltsverlust bei Schwangerschaft.

Die Profi-Läuferinnen und Olympia-Teilnehmerinnen Alysia Montano und Allyson Felix hatten Anfang des Jahres diskriminierende Praktiken des Sportkonzerns Nike an die Öffentlichkeit getragen. Demnach berichtete die Athletinnen, Nike würde sie bestrafen, weil sie ein Kind hätten. Denn: Als Montano schwanger wurde, senkte Nike die Gehaltszahlungen und zwar um ganze 70 Prozent.

In den Augen von Nike eine logische Sache: Wenn Athetinnen schwanger werden, bestreitet sie weniger bis keine Wettkämpfe und steht dadurch weniger in der Öffentlichkeit - fällt also als Werbebotschafterin aus. Also bekommen die Frauen weniger Geld. Das gefiel den Menschen jedoch nicht, ein Shitstorm folgte. Die frauenfeindliche Geschäftsparxis wurde verurteilt.

Der Sportkonzern versprach Besserung. Vor kurzem veröffentlichte Allyson Felix den neuen Vertrag, den Nike ihr zugeschickt hatte. Darin enthalten: Es gibt für einen Zeitraum von 18 Monaten keine Gehaltsreduktion aufgrund von Schwangerschaft. Für Felix und ihre Unterstützer ein großer Sieg: „Unsere Stimmen haben Macht.“

August 2019

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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