16.08.2019 13:19 |

Attacke in Naturpark

Wolf wollte US-Tourist aus Zelt zerren

Wolfsattacke auf Touristen! Im kanadischen Nationalpark Banff zeltete ein US-Amerikaner mit Frau und Kindern. In der Nacht wurde die Familie im Zelt von einem Wolf angegriffen. Das Tier versuchte sogar, den Familienvater fortzuschleifen. Er erlitt Verletzungen an der Hand und am Arm, ehe der Wolf verjagt werden konnte. Es war der erste derartige Vorfall in einem kanadischen Nationalpark überhaupt ...

Die Attacke ereignete sich bereits am 9. August auf dem Zeltplatz Ramparts Creek nördlich des Sees Louise in der Provinz Alberta. Mitten in der Nacht hörte der Tourist laut Medienberichten Geräusche, er dachte zunächst, es handle sich um einen Bären. Der Mann machte also jede Menge Lärm, um so den tierischen Besucher zu vertreiben. Als er merkte, dass das Tier nicht darauf reagierte und sich direkt am Zelt befand, versuchte er es von innen wegzustoßen.

Zelt zerstört und zugebissen
Da biss der Wolf plötzlich durch die Zeltwand hindurch zu. Mehrfach! Das Tier zerstörte dabei das Zelt und zerrte an seinem Opfer. Gerade noch rechtzeitig wurde ein weiterer Campingplatzbewohner auf die Situation aufmerksam. Er versetzte dem Tier Fußtritte. Da erst ließ der Wolf von dem Touristen ab und türmte.

„Sehr ungewöhnliches Verhalten“
Jon Stuart-Smith, ein Wildtierspezialist, erklärte, es sei das erste Mal überhaupt gewesen, dass jemand in einem kanadischen Nationalpark von einem Wolf angegriffen wurde. Ein Wildhüter machte sich wenig später auf die Suche nach dem Tier und fand es rund einen Kilometer entfernt. Er musste es erschießen, da es sich auch ihm gefährlich angenähert hatte. „Ein sehr ungewöhnliches Verhalten“ für einen Wolf, schilderte Stuart-Smith.

Eine Autopsie habe ergeben, dass das Tier völlig gesund war - allerdings auch stark abgemagert, was das aggressive Verhalten erklären könnte.

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