Aus Protest

Skurriler Fahrrad-Stau bei Urania-Kreuzung in Wien

Die Kreuzung vor der Urania sorgt regelmäßig für Kritik bei Radfahrern. Um zu zeigen, was passiert, wenn man sich als Fahrradfahrer an der umbaubedürftigen Urania-Kreuzung streng nach Vorschrift verhält, wurde gestern von der Radlobby Wien zum Flashmob geladen. Ein skurriler Fahrradstau war die Folge.

„An dieser Kreuzung wird täglich improvisiert und optimiert, damit der Verkehr fließt. In Spitzen fahren hier 700 Menschen am Rad Richtung Leopoldstadt, die Kapazität des Verkehrsinselchens beträgt aber nur 100 Personen pro Stunde. Diese Blockabfertigung rund um die Uhr behindert die klimafreundliche Verkehrsform Fahrrad und führt zu Stau“, empört sich die Wiener Radlobby auf ihrer Website. Mit einem Flashmob wollte sie nun ein Zeichen setzen. 

Mit Erfolg! Rund 200 Menschen folgten dem Aufruf zum „Dienst nach Vorschrift“ und standen am Dienstagabend von 18 bis 19 Uhr als Folge bei der Kreuzung im Stau.

Martin Blum, Radfahrbeauftragter der Stadt Wien, nannte die Stelle vor der Urania gegenüber Radio Wien „die Kreuzung in Wien, über die es die meisten Beschwerden von Seiten der Radfahrer gibt“. Für den Radfahrbeauftragten sind mit einer Verbesserung der Situation für die Radfahrer Umbauten notwendig. Diese seien jedoch mit enormen Kosten verbunden. Im Herbst soll es intensive Gespräche geben, um eine Lösung zu finden.

Neue Ampelphasen gefordert
„Die BewohnerInnen Wiens wollen sicher, rasch und angenehm von A nach B kommen - auch mit dem Rad. Dass behördlich nur 100 Menschen pro Stunde die Kreuzung queren dürften ist nicht akzeptabel. Hr. Bezirksvorsteher Markus Figl (1010, VP) und Verkehrsstadträtin Birgit Hebein (Grüne) sind jetzt am Zug!“, so Roland Romano, Sprecher der Radlobby Wien. “Es gilt dort die Sofortmaßnahme, Grünphase zu beauftragen und den Umbau für 2020 in die Wege zu leiten". So könnten laut Romano „statt drei, dreißig Radfahrer“ die Kreuzung passieren.

Verkehrsstadträtin Birgit Hebein sicherte am Mittwoch auf Twitter zu: Ich habe die zuständigen Abteilungen heute damit beauftragt, rasch eine mögliche Umstellung der Ampelphasen bei der zu überprüfen und bestmögl. umzusetzen.“ Sie ergänzt: „Mittelfristig führt kein Weg an einem Umbau zur Sicherheit aller VerkehrsteilnehmerInnen vorbei.“

August 2019

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Julia Ichner
Julia Ichner

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