Landbauer nach Brand:

„FPÖ-Mitarbeiter und Nachbarn waren in Gefahr!“

Nach dem mysteriösen Brandanschlag auf die Landesgeschäftsstelle der FPÖ Niederösterreich in St. Pölten laufen derzeit noch die Ermittlungen. Wie berichtet, haben vier noch unbekannte Täter in der Nacht auf Montag versucht, die Parteizentrale der Freiheitlichen mittels Molotowcocktails in Brand zu stecken. Im krone.at-Talk mit Vanessa Kuzmich nimmt der Landesparteiobmann der FPÖ Niederösterreich, Udo Landbauer, Stellung zu den jüngsten Ereignissen und zum aktuellen Stand der Ermittlungen. Das ganze Gespräch sehen Sie wie immer oben.

Wie auf den Aufnahmen der Überwachungskamera zu sehen war, dürfte sich einer der Täter selbst in Brand gesetzt haben. Für Landbauer könnte das für die Ermittlungen hilfreich sein: „Die Polizei hat einen Aufruf gestartet, nach dem die Ärzte in den Krankenhäusern eine Behandlung dieser Art sofort zu melden haben.“

Auch Mitarbeiter in Gefahr
„Im an den Büroräumlichkeiten angrenzenden Lager liegen momentan Unmengen an Wahlkampfartikeln, wenn das wirklich in Brand geraten wäre, dann wären auch die Nachbarn gefährdet gewesen“, so der Landesparteiobmann. Zudem seien neben den Nachbarn auch Mitarbeiter in Gefahr gewesen, da speziell zu Wahlkampfzeiten Überstunden bis in die Nacht gemacht würden und daher auch regelmäßig dort übernachtet werde.

„Anschlag auf die Demokratie“
Klar ist für Landbauer jedenfalls, dass der Vorfall „ein politisch motivierter Anschlag auf eine politische Partei, ein Anschlag auf die Demokratie“ sei. Eine Belohnung in der Höhe von 5000 Euro für Informationen zu den Tätern wurde daher ausgeschrieben. Großer Dank gebühre laut Landbauer der Taxifahrerin und dem Feuerwehrmann, die als Erste vor Ort waren und erste Löschmaßnahmen ergriffen haben.

Aussagen der SPÖ Langenzersdorf, nach denen dieser Brandanschlag inszeniert gewesen sein soll, ließ Landbauer großteils unkommentiert. Für ihn steht aber fest: „Alle Parteien müssen solche Anschläge verurteilen. Es kann nicht sein, dass man uns hier beschuldigt, selbst die Tat ausgeübt zu haben, um Aufmerksamkeit zu erhaschen.“

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