12.08.2019 08:41 |

Altstadt-Entlastung

Grüne gegen Kreisverkehr statt des „Kranzlfahrens“

Alle Autofahrer, die von Mülln in Richtung Staatsbrücke wollen, müssen derzeit ein 600 Meter langes „Kranzl“ (Zitat: Bürgermeister Harald Preuner) durch die Altstadt fahren. Die Stadt-Grünen begrüßen, dass dieser „Schildbürgerstreich“ nun beendet werden soll. Einen Kreisverkehr beim Haus der Natur lehnen sie ab.

„Es bleibt beim politischen Ziel, dass mit Ende August das ,Kranzlfahren’ abgestellt wird“, versicherte die für Verkehr zuständige Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler (ÖVP) am Wochenende der „Krone“. Derzeit laufen die Behördenverfahren, um das Geradeausfahren beim Haus der Natur zu ermöglichen.

Das sei nur eine provisorische Lösung für ein Jahr. In dieser Zeit sollen Verkehrsplaner des Magistrats und externe Experten eine Lösung „für einen attraktiven Zugang zur Altstadt mit sicherem Übergang für Fußgänger und Radfahrer ausarbeiten“, so Unterkofler.

Im Raum steht ein Kreisverkehr zwischen Haus der Natur und Rot-Kreuz-Parkplatz. „Das ist kein vernünftiger Ansatz“, kritisiert Ingeborg Haller, grüne Klubchefin im Gemeinderat: „Denn dadurch wird die bestehende Regelung, nämlich die ungehinderte Durchfahrt durch Neutor und Altstadt, im wahrsten Sinne des Wortes einzementiert.“ Im Übrigen sei das „Kranzlfahren“ ein Beschluss von SPÖ und ÖVP gewesen. Politisch pikant: Den Bau eines Kreisverkehres müsste die grüne Umwelt- und Baustadträtin Martina Berthold umsetzen.

Unterkofler meint, sie bestehe nicht auf einen Kreisverkehr: „Bei der Planung bin ich ergebnisoffen. Die Lösung muss nur funktionieren.“

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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