11.08.2019 06:00 |

Qual für Vierbeiner

Wien: Verbot für Betteln mit Hunden gefordert

Organisierte Bettel-Banden setzen für ihr Geschäft immer wieder Hunde ein. Aktuell sind sie auf den Wiener Einkaufsstraßen verstärkt im Einsatz. Stundenlang harren die Vierbeiner neben ihren Haltern auf der Mariahilfer Straße auf dem Asphalt aus. Die FPÖ fordert jetzt radikale Konsequenzen.

Viele Menschen müssen in Österreich aus der Not betteln. Andere betteln gewerbsmäßig oder unter Zwang. Nach den letzten Schätzungen des Bundeskriminalamts trifft das auf jeden zweiten Bettler zu. Dabei schreckt man vor keinem Mittel zurück. Auch nicht vor dem Einsatz von Tieren.

Auf der Mariahilfer Straße sieht man aktuell wieder verstärkt Hunde. Brav harren sie neben ihren Haltern auf dem Asphalt im Trubel der Einkaufsstraße aus. Ob es sich tatsächlich um den Hund des jeweiligen Bettlers handelt, oder ob die Tiere speziell zum Betteln verliehen werden, können nur intensive Kontrollen der Personalien und Daten klären.

Stärkere Kontrollen gefordert
Die Wiener Freiheitlichen fordern jetzt radikale Konsequenzen: „Wir wollen, dass das Betteln mit Tieren und das Mitführen von Tieren beim Betteln gesetzlich verboten wird“, so Gemeinderat Leo Kohlbauer. Die FPÖ fordert stärkere Kontrollen über die Haltung und eine eindeutige rechtliche Regelung im Wiener Landessicherheitsgesetz.

Saufgelage gestoppt
Erst Ende Juli hatte krone.at über die Problematik von Gruppen auf der Mariahilfer Straße berichtet, die betrunken Passanten anbetteln und anpöbeln (siehe Video oben). Max S., der Leiter eines Geschäftes, wandte sich wegen der täglichen unangenehmen Vorfälle hilfesuchend an krone.at. Mit Erfolg: „Seit der Veröffentlichung des Berichts kommt die Polizei etwa dreimal täglich vorbei und sorgt für Ordnung“, zeigt sich S. erleichtert.

Maida Dedagic Kronen Zeitung/krone.at

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