11.08.2019 13:12 |

Salzburg Airport

Gewerkschaft kämpft für die Flüge nach Wien

Das laute Nachdenken der Austrian Airlines, die Flüge innerhalb Österreichs einzustellen, ruft nun Salzburgs Sozialpartner auf den Plan: Gerald Forcher, Landesvorsitzender der SPÖ-Gewerkschafter, warnt, hierzulande stünden Arbeitsplätze und der gute Ruf der Stadt als Wirtschaftsstandort auf dem Spiel.

„Es gibt Untersuchungen der Arbeiterkammer, wonach weit mehr als 1000 Arbeitsplätze direkt vom Salzburger Flughafen abhängen“, rechnet Forcher vor. In den vergangenen Jahren verlor die Mozartstadt bereits wichtige Luftverbindungen nach Zürich oder Brüssel. Werden weitere Flüge gestrichen, sei das eine Schwächung des größten Regionalflughafens Österreichs.

Für die Gewerkschaft geht es nicht nur um die Jobs im Umfeld des Flughafens, sondern auch um den Standort insgesamt: „Wir haben in Salzburg zahlreiche Konzernzentralen wie Red Bull, Spar, Porsche, dm oder Wüstenrot. Nicht nur Touristen, auch Manager brauchen den Flughafen.“

Wichtiges Argument für die Entstellung der derzeit drei täglichen Starts (8.10 Uhr, 11.25 Uhr, 18.30 Uhr) Richtung Wien: Die Bahn fährt in nicht einmal drei Stunden von Salzburg zum Vienna Airport und ist wesentlich umweltfreundlicher und billiger.

Wien ist für Salzburg ein wichtiges Drehkreuz

Dieses Argument will Forcher so nicht stehen lassen: „Wien ist ein wichtiges Drehkreuz. Von dort fliegen viele weiter. Fallen die Verbindungen weg, profitiert nur der Münchner Flughafen und das kann nicht in unserem Interesse sein.“

Kompromissvorschlag der Gewerkschaft: Statt bisher drei nur mehr zwei Flüge pro Tag – morgens und mittags. Forcher: „Wir sind in Kontakt mit dem Management und dem Betriebsrat der AUA.“

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger

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