10.08.2019 09:23 |

570-Meter-Brocken

XXL-Asteroid flog an der Erde vorbei

Ein Asteroid, der größer ist als das Empire State Building in New York, ist am Samstagvormittag, um 9.23 Uhr MESZ, an der Erde vorbeigerast. Auch wenn der kosmische Brocken, der geschätzte 570 Meter groß ist, von der US-Raumfahrtbehörde NASA als NEA (Near Earth Asteroid) und damit als „potenziell gefährlich“ klassifiziert wird, ging von dem Besucher aus dem All keinerlei Gefahr für die Erde aus.

Der Asteroid mit dem Katalognamen 2006 QQ23 wurde erstmals am 21. August 2006 im Rahmen des Siding Spring Survey, einem australischen Projekt zur systematischen Suche von Kometen und Asteroiden - vor allem NEAs („der Erde nahen Objekte“) - am Südhimmel, gesichtet. Astronomen fanden ihn mithilfe des Uppsala Southern Schmidt Telescope (Bild unten) am Siding-Spring-Observatorium im Bundesstaat New South Wales.

Mit 16.7000 Stundenkilometern unterwegs
Der Asteroid raste mit einer Geschwindigkeit von rund 16.700 km/h in einer Entfernung 7,4 Millionen Kilometern (das entspricht in etwa der 19-Fachen Entfernung Erde - Mond) an der Erde vorbei. Aufgrund dieser Distanz wurde 2006 QQ23 von Experten der Europäischen Weltraumorganisation ESA nicht einmal auf der Liste der potenziell gefährlichen Vorkommnisse geführt.

Asteroiden sind übrig gebliebene Kleinkörper aus der Zeit der Planetenentstehung. Diese unregelmäßig geformten Felsbrocken bewegen sich wie die Planeten auf einer Umlaufbahn um die Sonne. Die meisten - es soll Millionen von ihnen geben - sind im sogenannten Asteroidengürtel zwischen Jupiter und Mars zu finden.

ESA und NASA verstärken Asteroiden-Suche
Grundsätzlich werden Asteroiden, die der Erde nahe kommen, ab einem Durchmesser von rund 30 Metern als gefährlich eingestuft. Von Himmelskörpern dieser Größe sind bis dato knapp 10.000 bekannt. Deshalb verstärken die NASA und ihr europäisches Pendant, die ESA, die Suche nach großen Exemplaren mit Teleskopen etwa in Arizona, auf Hawaii oder auf Teneriffa. Mit ihnen wollen sie potenziell für die Erde gefährliche Asteroiden möglichst früh entdecken.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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