05.08.2019 07:00 |

LR Johannes Tratter:

„Sparsamer Umgang mit Tiroler Grund und Boden!“

Eine geordnete und bodensparende Bebauung von Grundstücken ist oftmals nicht möglich – wegen Grundstücksformen sowie der mangelnden Wege und Straßen. Die Neuordnung von Grundstücken in Gebieten, die für die Entwicklung neuer Siedlungen vorgesehen sind, ist das oberstes Ziel von Baulandumlegungen. Diese werden von der Abteilung Bau- und Raumordnungsrecht zusammen mit der Abteilung Bodenordnung abgewickelt.

Das Baulandumlegungsverfahren ist seit dem Jahr 1972 – also seit dem Beginn der Raumordnung in Tirol – im Tiroler Raumordnungsgesetz verankert und wird stetig weiterentwickelt. Im Jahr 2018 wurden 24 Verfahren bearbeitet, für 20 weitere wurden Informationsgespräche und Beratungen durchgeführt. „Die Baulandumlegung hat sich in Tirol durchaus bewährt. Sie bietet eine gute Möglichkeit, die Interessen der Raumordnung, der Gemeinden und nicht zuletzt der Grundeigentümer bestmöglich umzusetzen. Es wird zum einen eine Wertsteigerung für die Besitzer und zum anderen eine geordnete Siedlungsentwicklung für die Gemeinden erzielt“, so der zuständige LR Johannes Tratter im Gespräch mit der „Krone“.

Bodenknappheit
Gerade im von Bodenknappheit geprägten Tirol sind diese Verfahren unabdingbare Voraussetzung dafür, dass geeignete Flächen für Bauland entstehen und verwendet werden können, betont auch Peter Hollmann, Vorstand der Abteilung Bau- und Raumordnungsrecht. Die Grundstücke, die dem Verfahren unterzogen werden, müssen innerhalb der im Örtlichen Raumordnungskonzept ausgewiesenen Siedlungsgrenzen liegen. Zudem ist festgelegt, dass im Zuge der Verfahren eine zweckmäßige Erschließung und bodensparende Bebauung sichergestellt werden muss. Für Grundeigentümer ergeben sich bei Baulandumlegungsverfahren wesentliche finanzielle Vorteile.

Schwerpunkt Oberland
Die Anzahl der bearbeiteten Verfahren hat sich in den letzten Jahren zwischen 40 und 50 eingependelt. Mit 25 von 44 bearbeiteten Verfahren im Jahr 2018 liegt das Gewicht bei der Verteilung auf die Bezirke klar im Oberland und Außerfern. Eine Verlagerung ins Unterland ist jedoch weiter spürbar. Im Bezirk Kufstein sind schon sechs Verfahren anhängig, im Bezirk Innsbruck-Land bereits zwölf.

Markus Gassler, Kronen Zeitung

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