02.08.2019 16:25 |

Nicht heiß genug?

Mercedes-AMG tappt voll ins Klima-Fettnäpfchen!

Was locker flockig gemeint war, geht für Mercedes-Benz nach hinten los, denn in Zeiten des allgegenwärtigen Klimawandels kann man bei Werbebotschaften sehr schnell danebengreifen. Ein Tweet auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, der Lust auf ein sportliches SUV-Modell der Tuningtochter AMG, erregte die Gemüter der Netzgemeinde erregt.

Die Stuttgarter veröffentlichten auf Englisch folgenden Spruch: „Wenn dieser Sommer noch nicht warm genug war, dann heizt der Mercedes-AMG GLA 45 4Matic mit diesem heißen, roten Lack noch mehr ein.“

Darüber waren der Kraftstoffverbrauch von 8,5 l/100 km und der CO2-Ausstoß von 193 Gramm pro Kilometer angegeben. Mit der Ausdrucksweise trat der Autobauer ins Fettnäpfchen und entschuldigte sich am Freitag dafür umgehend. Ein Sprecher sagte in Stuttgart: „Wir haben es mit Ironie versucht.“ Das gehe so nicht in diesen Tagen. Und auf Twitter stellte der Konzern fest: „Leute, das war richtig daneben. Wir bitten in aller Form um Entschuldigung dafür. Wir arbeiten hart an der Transformation unserer Fahrzeugflotte. Unser Ziel ist CO2-neutrale Mobilität.“

Kritik an dem AMG-Spruch kam von Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) über Twitter: „Heißt AMG wirklich Auto-Monster-Großkotz? Wer braucht diese Autos?“ Andere Nutzer kommentierten die Aussage von Daimler ebenfalls sehr kritisch. Eine Frau meinte, danke, ihr reiche es eigentlich schon mit dem Klimawandel. Der Nutzer „Lauchgott“ fragte: „Wie viel (wenig) der wohl verbrauchen würde, wenn man ihn in einer ethisch vertretbaren Größe gebaut hätte?“

Der Fairness halber muss man aber dazusagen: In Sachen Größe ist der GLA-Baureihe nicht viel vorzuwerfen, gehört sie doch dem Kompakt-Segment an und ist nicht viel größer als ein normaler Kompaktwagen. Aber in manchen Kreisen ist es en voque, alles pauschal zu verurteilen, was als SUV bezeichnet wird - ungeachtet der tatsächlichen Größe.

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