02.08.2019 09:54 |

Millionen-Vorhaben

Land will Grundstücke für billiges Wohnen kaufen

Die Landesräte Josef Schwaiger (ÖVP) und Andrea Klambauer (Neos) präsentierten am Donnerstag ein Zehn-Punkte-Programm für leistbares Bauen und Wohnen. Kernpunkte sind die sogenannte aktive Bodenpolitik und abgespecktes Bauen. Dazu müssen die Richtlinien der Wohnbauförderung geändert werden.

„Die Land-Invest soll als hundertprozentige Tochter des Landes freie Flächen kaufen und das Baurecht an Genossenschaften vergeben“, erklärt Klambauer das Prinzip der aktiven Bodenpolitik. Zumindest zehn Millionen Euro sollen dafür pro Jahr aus der Wohnbauförderung zur Verfügung gestellt werden. „Das ermöglicht um zehn Prozent billigere Mieten, weil der Grundkostenanteil entfällt.“

Derzeit ist nur die Förderung von barrierefreien Mietwohnungen erlaubt. Der Haken: Behindertengerechte Vorräume, Bäder und Toiletten müssen so groß gebaut werden, dass Kleinwohnungen kaum möglich sind. Aber gerade diese werden von jungen Menschen oder nach Scheidungen oft nachgefragt.

Ein neues Wohnbauförderungsgesetz soll nun auch nicht barrierefreie Projekte ermöglichen. Als Nebeneffekt müssen dann nicht mehr überall Lifte eingebaut werden, was in der Folge die Betriebskosten senkt.

Hier steigen allerdings die Grünen als dritter Partner in der Landesregierung auf die Bremse: Bei der Barrierefreiheit gebe es noch Gesprächsbedarf, sagt der grüne Wohnbausprecher Josef Scheinast.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger

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