„Escape!“

Liveaction-Fluchtspiel im Wiener Museumsquartier

Im Oktober eröffnet im Wiener Museumsquartier eine künstlerische Interpretation des weltweiten Escape Room Phänomens. Das Liveaction-Fluchtspiel „Escape!“ widmet sich dem Thema Flucht. Es soll zum Nachdenken und Nachfühlen über Migration anregen. Die Idee dazu ist 2015 als Reaktion auf die Flüchtlingskrise entstanden. Die Eröffnung findet Mitte Oktober statt, Buchungen können ab sofort vorgenommen werden. 

Mit "Escape!" von Deborah Sengl präsentiert das MQ im Herbst dieses Jahres eine groß angelegte Intervention der österreichischen bildenden Künstlerin. Die an das Prinzip von "Escape Rooms", also jener Rätselräume, aus denen Teilnehmer innerhalb einer vorgegebenen Zeit entkommen müssen, angelehnte Arbeit wird sich dem Thema Flucht widmen. Die 45-jährige Wienerin will damit zum Nachdenken und Nachfühlen über Migration und deren Ursachen anregen.

Reale Bilder integriert
Dazu entsteht in den erweiterten Räumlichkeiten des ehemaligen math.space auf rund 300 Quadratmetern eine künstlerisch gestaltete Erfahrungswelt, die sich mit dem Thema Flucht in einer mehrdeutig-kritischen Auseinandersetzung beschäftigt. Die Besucher werden in mehr oder minder ausweglose und damit emotional schwierige Situationen gebracht, um so eine Ahnung von den Ängsten und Herausforderungen zu bekommen, mit denen flüchtende Menschen konfrontiert sind. Dabei werden auch reale Bilder von Fluchterfahrungen in die Räume integriert werden.

Für die Umsetzung und organisatorische Abwicklung konnte mit "Time Busters" ein weiterer Partner gewonnen werden, der als Betreiber zahlreicher "Escape Rooms" jahrelange Erfahrung und Expertise mitbringt.

Idee als Reaktion auf die Flüchtlingskrise
"Die Idee zu ‚Escape!‘ ist 2015 als Reaktion auf die Flüchtlingskrise entstanden. Die Ausweglosigkeit und Verzweiflung unzähliger Menschen haben mich zutiefst erschüttert. [...] Mit ‚Escape!‘ möchte ich den BesucherInnen einen Eindruck der emotionalen Ausnahmesituationen geben, die den Geflüchteten widerfahren (sind). Über diesen Weg erhoffe ich mir, das Unnachvollziehbare nahbarer zu machen und somit den Blick, den Verstand und zuletzt das Herz denen gegenüber zu öffnen, deren Schicksale vielen so fremd erscheinen mögen", so die Künstlerin. 

MQ-Direktor Christian Strasser ergänzt: „Flucht ist eines der großen Themen unserer Zeit. Mir ist es wichtig, mit ‚Escape‘ eine Plattform zu bieten, die es vielen Menschen ermöglicht, sich mit dem Thema Flucht auseinanderzusetzen, denn das MuseumsQuartier ist ein Fenster zur Welt, ein Ort für Austausch und Dialog".

Eröffnung am 14. Oktober
Unterstützt wird "Escape!" von der Organisation "Fremde werden Freunde", deren Hauptanliegen die soziale Inklusion von geflüchteten Menschen in die Gesellschaft sowie die Förderung von zivilgesellschaftlichem Engagement sind.

Die Eröffnung ist für den 14. Oktober angesetzt. Das Areal steht den Spielern dann bis Ende 2020 offen. Tickets können ab sofort gebucht werden. Der Eintritt beträgt 26 Euro pro Person. Eine Teilnahme ist ab 14 Jahren und ab mindestens vier Personen möglich.

August 2019

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Julia Ichner
Julia Ichner

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