31.07.2019 15:06 |

40 Abnehmer

Familie dealte mit Drogen in ganz großem Stil

Eine Familie muss zusammenhalten. Dieses Motto wurde allerdings in diesem Fall etwas zu ernst genommen. Denn in Salzburg-Maxglan wurde mit Drogen im großen Stil gedealt. Und mitgeholfen hat die ganze Familie, zwei Freunde und die Freundin des 23-jährigen Salzburgers. Umschlagplatz war dabei die Wohnung seiner 54-jährigen Mutter, in welcher der Hauptbeschuldigte seinen elektronisch überwachten Hausarrest nach einer Verurteilung abgesessen hat. 

Der 23-jähriger Salzburger verkaufte diverse Drogen zumindest schon seit Anfang Februar dieses Jahres.
Zu unterschiedlichsten Tages- und Nachtzeiten betrieb er aufgrund der Fußfesseln aus einem Fenster, vom Balkon und aus dem Garten der Wohnung seinen Handel mit Cannabis, Kokain und Ecstasy-Tabletten.
Den Großteil der Suchtmittelverkäufe wickelte der 23-jährige Hauptbeschuldigte gemeinsam mit seiner 54-jährigen Mutter ab. Wenn sich die beiden nicht in ihrer Wohnung befanden, musste der 60-jährige Vater den Verkauf abwickeln.

Die Botengänge führten andere durch

Die Freundin des 23-Jährigen und zwei weitere Mittäter führten Botengänge durch und vermittelten Kundschaft zur Wohnung. Auch der 31-jährige Bruder des Hauptbeschuldigten vermittelte Kunden zur Wohnung und überbrachte Kokainlieferungen. Zudem betrieben die Beschuldigten eine Cannabis-Indoorplantage in der Wohnung eines 29-jährigen Salzburgers im Stadtteil Salzburg-Lehen.

Da sich der 23-jährige Hauptbeschuldigte bis zum 11. April aufgrund seiner Fußfessel nicht immer frei bewegen konnte, führten die Suchtmittelankäufe seine 54-jährige Mutter, der 20-jährige Somalier oder sein 22-jähriger Bekannter durch. Dazu stellte die 54-Jährige ihr Auto zur Verfügung, führte selbst Botenfahrten durch oder unterstützte die anderen dabei, da nur sie einen Führerschein hatte.

Hunderte Ecstasy-Pillen verkauft

Nach Ende des elektronisch überwachten Hausarrests zog der 23-Jährige mit seiner 17-jährigen Freundin in eine neue Wohnung in Salzburg-Maxglan, von wo aus er ebenfalls mit Suchtmitteln handelte. Den Großteil des Suchtmittelhandels wickelte er jedoch nach wie vor an der bekannten Wohnadresse seiner Mutter ab.
Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse erwirkte das Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos Salzburg fünf Festnahme- und acht Durchsuchungsanordnungen. Die Beschuldigten zeigten sich teilgeständig, seit Jänner insgesamt ungefähr zwei Kilogramm Cannabisprodukte, mehrere hundert Ecstasy-Tabletten und eine geringe Menge Kokain erworben zu haben.

Nach Abschluss der Erstvernehmungen wurden die Beschuldigten in die Justizanstalt Salzburg gebracht, wobei sich derzeit nur mehr der 23-jährige Hauptbeschuldigte in Untersuchungshaft befindet. Die anderen vier Beschuldigten wurden, zumindest bis zur Hauptverhandlung, auf freien Fuß gesetzt. Gegen einen Abnehmerkreis von ungefähr vierzig Personen aus Salzburg und Umgebung laufen die Ermittlungen noch.

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