29.07.2019 08:42 |

Für Flüchtige gehalten

Südkorea entführt irrtümlich Fischer aus Nordkorea

Ein Missverständnis hat dazu geführt, dass drei nordkoreanische Fischer kurzfristig von südkoreanischen Behörden entführt wurden. Das Fischerboot war in südliche Gewässer geraten, was für einen Fluchtversuch gehalten wurde. Nachdem sie in einen südkoreanischen Militärhafen gebracht wurden, flog der Irrtum auf - und die Männer durften wieder in ihre Heimat zurückfahren.

Viele Nordkoreaner wählen den Wasserweg, um dem Regime unter dem Diktator Kim Jong Un in ihrer Heimat zu entfliehen. Daher nahmen die südkoreanischen Behörden an, dass das weiße Handtuch, dass die Fischer am Mast aufgehängt hatten, ein Zeichen dafür sei, dass diese in den Süden flüchten wollten.

Gewässer aus Versehen befahren
Im Militärhafen wurde das Missverständnis schließlich aufgeklärt und die Fischer erklärten, dass sie wieder zurückwollen würden - sie seien nur aus Versehen in südkoreanische Gewässer gelangt. Das südkoreanische Wiedervereinigungsministerium berichtete am Montag über den skurrilen Vorfall.

Im Juni hatte ein nordkoreanisches Fischerboot die streng überwachte Grenze zum Süden überquert und war in einen südkoreanischen Hafen eingelaufen. Zwei der vier Besatzungsmitglieder blieben in Südkorea, die anderen beiden wurden zurück in den Norden geschickt. Ein südkoreanischer General wurde wegen des mangelnden Grenzschutzes entlassen.

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