Nach Hoeneß-Aus

Rummenigge: So geht es beim FC Bayern weiter

Wie geht es im Vorstand des FC Bayern München weiter? Karl-Heinz Rummenigge plant nicht, sein Amt als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern schon vor dem Ablauf seines Vertrages Ende 2021 aufzugeben. In einem Interview der „Bild am Sonntag“ betonte der 63-Jährige, dies sei nicht geplant. „Mir macht der Job Spaß, er ist sehr interessant und mit großer Verantwortung verbunden“, sagte Rummenigge. Aber er spricht auch über Oliver Kahn, Trainer Niko Kovac und eine neue Transfer-Strategie bei den Bayern. 

Zu einem möglichen Abschied von Uli Hoeneß als Präsident und Aufsichtsratschef des deutschen Fußball-Rekordmeisters im Herbst mochte sich Rummenigge erneut nicht näher äußern. Das sei eine persönliche Entscheidung von Hoeneß, der diese erst den Gremien der Münchner mitteilen wolle. Das gelte es zu respektieren. Den als möglichen Nachfolger geltenden früheren Adidas-Chef Herbert Hainer schätze er sehr. Rummenigge. „Er ist ja bereits seit vielen Jahren Mitglied im Aufsichtsrat der FC Bayern München AG und verfügt daher über viel Erfahrung. Sein Netzwerk in der Welt des Sports ist ohnehin hervorragend, da er ja auch 15 Jahre lang Vorstandsvorsitzender der Adidas AG war.“

Nachfolger Kahn
Über Oliver Kahn, der zum 1. Januar 2020 als Mitglied des Vorstandes zum FC Bayern kommen wird, sagt Rummenigge: „Ich halte Oliver Kahn für eine gute Wahl. Er muss sich einarbeiten, denn den Job kannst du nicht an der Uni erlernen oder automatisch bewerkstelligen, weil du ein guter Spieler warst. Aber: Oliver wird das packen. Er macht auf mich heute einen guten, ruhigen, ausgeschlafenen Eindruck.“

Zu den Chancen eines Transfers von Nationalspieler Leroy Sané von Manchester City zum FC Bayern machte Rummenigge hingegen keine genauen Angaben. Er versicherte jedoch: „Es wird noch Transfers geben, ganz sicher.“

Verhältnis zu Kovac
Als „sehr gut“ beschrieb Rummenigge übrigens sein Verhältnis zu Trainer Niko Kovac, der am Ende einer schwierigen ersten Saison in München Meisterschaft und Pokalsieg mit der Mannschaft feiern konnte. „Durch das Double hat Niko noch einmal an Anerkennung gewonnen. Zudem mag ich ihn als Menschen“, sagte Rummenigge. Grundsätzlich habe man immer Interesse an Kontinuität auf der Trainerposition.

Neue Transfer-Strategie
Interessant: Der Bayern-Boss spricht auch über eine neue Strategie der Bayern am Transfermarkt. „Wir müssen unsere eigene Philosophie finden. Wir werden nicht alle Verrücktheiten mitmachen. Wir wollen eine sehr gute Mannschaft haben, die erfolgreichen und idealerweise spektakulären Fußball spielt. Das ist auch mit großen Ausgaben verbunden“, so Rummenigge. 

„Der Markt hat sich völlig verändert. Was mir Sorge bereitet, sind nicht alleine die Transfersummen. Ablösen in Höhe von 100 oder 120 Millionen Euro sind schon fast nichts Spektakuläres mehr. Viel größere Sorgen macht mir die Entwicklung der Gehälter, die speziell aus Spanien, England und Italien kommt. Die Entwicklung heißt: netto! Man muss aufpassen, dass das Gehaltsgefüge nicht aus dem Gleichgewicht gerät. Die Größenordnungen sind schon enorm.“

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