26.07.2019 06:40 |

Ferienstart in Bayern

Null Angst vor stärkstem Reisewochenende 2019

Das stärkste Reisewochenende des Sommers steht bevor: Ab heute, Freitag, sind in Baden-Württemberg und Bayern Ferien. Hunderttausende Menschen zieht es per Auto in Richtung Süden, nach Kroatien und nach Italien. Die Bürgermeister der Autobahn-Anrainer-Gemeinde hoffen, dass die Abfahrtssperren wieder wirken.

„An den vergangenen Wochenenden konnten wir aufatmen. Das mit den Abfahrtssperren ist gut gelaufen. Wir hatten weit weniger Verkehr als in den vergangenen zehn Jahren. Auch die Ausweichroute über den Katschberg wurde diesmal nicht genützt“, sagt Bürgermeister Manfred Sampl aus St. Michael. Schon der Ausbau der Mautstelle hat eine Erleichterung für die Gemeinde gebracht. Jetzt ist man noch einen Schritt näher am ruhigen Sommer.

Einig sind sich die Bürgermeister der Ausweich-Stau-Gemeinden vor in einem: Es gibt Lob für Landesrat Schnöll. Die Idee, die Abfahrtssperren an alle Navi-Betreiber durchzugeben sei die allerbeste gewesen. Das Navi zeigt den Urlaubern an, wenn sie wo nicht abfahren dürfen. Die Fahrer halten sich daran. Erlaubt sind nur Ziel- und Quellverkehr. Dass heißt, abgefahren werden darf, wenn man in der entsprechenden Gemeinde Urlaub macht, dort wohnt oder arbeitet.

„Die Kuchler können es noch gar nicht fassen, wie ruhig es geworden ist. Die Sperren wurden in den Münchner und Frankfurter Zeitungen angekündigt. Die Deutschen waren rechtzeitig informiert“, erklärt Bürgermeister Thomas Freylinger. Zudem habe es wegen der massiven Staus mittlerweile bei den Urlaubern und den Hotel-Betreibern in Italien und Kroatien ein Umdenken gegeben. „Die Hotel-Chefs sind bisher im 70er-Jahre-Modus gewesen. Man musste immer von Samstag bis Samstag kommen. Jetzt sind sie flexibler geworden. Man kann auch an anderen Tagen anreisen.“

Sommer-Baustellen müssen jetzt noch weg

Herbert Farmer, Bürgermeister in Eben, sieht als letztes Problem die Baustellen. „Wenn zum Beispiel in einem Baustellenbereich ein Wohnwagenlenker unterwegs ist, traut sich verständlicherweise wegen der Breite keiner überholen. Damit ist der Stau programmiert. Ich verstehe nicht, dass es nicht organisierbar ist, dass es im Juli und August keine Baustellen gibt. Da muss man vernünftiger planen.“ Zäher Verkehr sei trotzdem allemal besser als eine Blockabfertigung in Flachau oder beim Tauerntunnel.

ÖAMTC-Expertin Aloisia Gurtner erwartet, dass der erste Reiseverkehr schon am Freitagnachmittag einsetzt. „Durch die gute Infopolitik in Kooperation mit dem ADAC wissen die Deutschen von den Sperren. Die ersten fahren am Freitagnachmittag los, die zweiten Samstag früh morgens, und es gibt welche, die erst am Sonntag losfahren. Wir erwarten im Großraum Salzburg einen Stop-and-Go-Verkehr. Das geht bis zum Ende der großen Baustelle in Hallein.

Zäher Verkehr bei der Rückreise in den Norden

Zähen Verkehr kündigt Gurtner auch auf der Rückreisestrecke an: „Bei den Skandinaviern gehen die Ferien zu Ende. Die müssen Richtung Norden zurück.“ Sie rät dazu, sich die ÖAMTC-Stau- und Verkehrs-App herunterzuladen.

Manuela Kappes
Manuela Kappes
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