24.07.2019 18:45 |

Konjunkturbarometer

Schlechte Aussichten: Industrie schlägt Alarm!

Eine Umfrage der Industriellenvereinigung in steirischen Betrieben birgt Grund zur Sorge. Alle Indikatoren der vierteljährlichen Konjunkturerhebung zeigen nach unten.

Die jüngste Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung Steiermark (IV) zeichnet ein düsteres Bild für das zweite Halbjahr 2019. Erstmals seit 2015 gehen die Erwartungen der steirischen Industrieunternehmen deutlich in den negativen Bereich. „Abnehmend/ schlechter“ bezeichnen etwa 42 Prozent der Befragten die Aussicht auf die „Produktionstätigkeit in den nächsten drei Monaten“. Dieser Wert ist bedrohlich stark gewachsen. Zum Vergleich: 2017 lag die Einschätzung zur Jahreshälfte bei 2 Prozent, 2018 bei 4 Prozent!

Nur noch 13 Prozent erwarten eine „steigende Produktionstätigkeit in den nächsten drei Monaten“. Dieser Wert ist vergleichsweise von 47 Prozent (2017) und 26 Prozent (2018) geradezu dramatisch abgestürzt.

Nachdem die Industrie in jüngster Zeit die treibende Kraft hinter dem steirischen Jobaufbau war, droht jetzt eine Trendumkehr. Die Zahl der Beschäftigten wird nämlich auch verstärkt als „abnehmend“ erwartet.

Plädoyer für Freihandelsabkommen
Die Geschäftslage im abgelaufenen zweiten Quartal hätte sich freilich besser dargestellt als zu Jahresbeginn angenommen. Bei der Entwicklung der aktuellen Auslandsaufträge sahen die Unternehmen nämlich zuletzt einen positiven Trend. IV-Geschäftsführer Gernot Pagger erklärt: „Exporte sind eine wesentliche Konjunkturstütze für die steirische Industrie. Das unterstreicht die Bedeutung von Freihandelsabkommen für den Wohlstandes im Land.“

Steuerreform muss „rasch kommen“
Was Maßnahmen betrifft, ist sich Pagger mit IV-Präsident Georg Knill einig: „Die Unternehmen brauchen in einem zunehmend unsicherer werdenden weltwirtschaftlichen Umfeld für ihre Planung am Standort Österreich einen verlässlichen und stabilen Rahmen. Die bereits angekündigte Steuerreform muss so rasch wie möglich kommen – das ist nicht nur eine Frage des Vertrauens, sondern auch eine der Stützung der konjunkturellen Entwicklung.“

Thomas Bauer
Thomas Bauer
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