24.07.2019 07:28 |

Neben Kälbern

Großarler Schafhirte sah den Problemwolf

„Ich habe den Wolf gesichtet“, ist Hirte Gebhard Huttegger felsenfest überzeugt. Am Dienstagnachmittag habe er Isegrim direkt neben kleinen Kälbern streunen sehen. Und das genau an jenem Tag, an dem ein vierköpfiges Team von Naturschützern nach Hüttschlag gereist ist, um das Tofernalm-Gebiet zu besichtigen.

Zu Fuß machten sich die Naturschützer aus Salzburg auf Einladung von Silvester Gfrerer, Obmann-Stellvertreter der Agrargemeinschaft Tofernalm, auf den Weg. Auf 1640 Metern Höhe treibt der Wolf schon seit Wochen sein Unwesen und hat mittlerweile 25 Schafe gerissen. Die dortigen Almbauern hatten gefordert, dass sich die Naturschützer selbst ein Bild vor Ort machen sollten, um die Lage besser einschätzen zu können. „Die Begehung war sehr wichtig. Wir konnten endlich alle Themen ansprechen und beweisen, dass eine Einzäunung hier denkunmöglich ist“, resümiert Gfrerer nach einem konstruktiven, sechsstündigen Gedankenaustausch.

Allerdings konnten die Naturschützer die Landwirte nicht von Hütehunden überzeugen. „Das ist keine Option. Wir haben auch keine Wohnmöglichkeit für die Hirten. Ich glaube nicht, dass das jemand finanziert“, pocht Gfrerer auf den Fortbestand der Almtradition. Er wartet auf den ausstehenden Bescheid zum Abschuss.

Der Wolf, der nun erstmals gesichtet wurde, muss sich also ab sofort noch besser verstecken - nicht direkt neben den Kälbchen auf offener Weide.

Sandra Aigner
Sandra Aigner
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