23.07.2019 19:00 |

Polizei schlägt Alarm

Drogendeals in Liezen: „Junge warten auf das Gift“

Er hat keine Arbeit, hohe Schulden - und brauchte dringend Geld. Aus diesem Grund ging ein Salzburger nach Liezen, wo sein Vater wohnt, und zog kurzerhand einen schwungvollen Handel mit Marihuana auf. Wochenlang verdiente er viel Geld, bis die Polizei einschritt. Der 22-Jährige wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Schon seit einigen Tagen fiel Polizeibeamten ein junger Mann auf, der täglich in einem kleinen Park von jungen Leuten angesprochen wurde. Am 19. Juli um 17 Uhr schritt eine Streife ein und ertappte den 22-Jährigen auf frischer Tat, als er Marihuana verkaufen wollte. Bei ihm wurden einige hundert Euro sichergestellt, die er durch den Verkauf von Drogen verdient hatte.

Leichter Einstieg in Drogengeschäft
Der gebürtige Salzburger legte ein Geständnis ab und gab zu, als Dealer seinen Lebensunterhalt und eine kleine Mietwohnung finanziert zu haben. Der Einstieg ins Drogengeschäft, sagte er, wäre ganz leicht gewesen.

„Eben das ist beunruhigend“, meint ein erhebender Beamter, „vor Jahren hat es in punkto Drogen in Liezen keinen Straßenverkauf gegeben, heute warten viele Jungen schon auf das Gift“. Laut seinen Angaben bekam der gebürtige Salzburger das Marihuana in Graz von Afghanen und Schwarzafrikanern. Ein Gramm kosteten ihn acht Euro, weiterverkauft wurde es um zwölf Euro. Gedealt wurde in der kleinen Parkanlage in der Nähe seiner Wohnung, aber auch in der Fußgängerzone und im Bahnhofsbereich.

Sehr viele Konsumenten
Der Verdächtige behauptet, erst seit drei Wochen Rauschgift verkauft zu haben. In diesem Punkt sind die Erhebungen noch nicht abgeschlossen. Zudem müssen alle Konsumenten ausgeforscht und namentlich erfasst werden. Es waren, das steht fest, sehr viele.

Manfred Niederl
Manfred Niederl
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