Coole Sprüche

„Ich möchte mit meinen Shirts Frauen ermutigen“

„Das geht mir auf die Eierstöcke“ oder „Ich bin eine nette Suffragette“: Wienerin Claudia Rummel begeistert seit kurzer Zeit mit ihrer kleinen Kollektion an feministischen Shirts. „Ich möchte mit meinen Shirts Frauen ermutigen. Vielleicht sogar den inneren Rebell erwecken.“, erklärt sie im City4U-Talk. 

„Die Idee ein T-Shirt Label zu gründen kam mir im Jänner 2019. Ich hatte immer mal wieder die Idee T-Shirts selbst zu gestalten, weil ich einfach nicht das in normalen Geschäften gefunden habe, was ich gesucht habe oder zu mir passt. Wirklich ernst wurde es aber dann erst im Jänner. Und während ich zuerst auch nur geglaubt habe, dass es eine Phase ist, hat sich irgendwie ein Lauf ergeben. Ich bin richtig aufgeblüht im kreativen Prozess.“, erzählt Claudia Rummel im City4U-Talk. Die Jungunternehmerin hat Anfang Mai mit ihrem Label QuoteUNQUOTE Design durchgestartet und vertreibt ihre Produkte seitdem erfolgreich auf der Plattform etsy sowie über s‘fachl in der Alser Straße 43. 

Das Motiv dahinter, Shirts mit Sprüchen für Frauen zu kreieren? „Eigentlich ein ganz egostisches!“, die Wienerin lacht. „Ich wollte coole Sprüche auf meinen Shirts haben, die mich repräsentieren. „Ich bin ein bisserl frecher, bin Feministin und interessiere mich sehr für die Rechte der Frauen, oder was Frauen alles für tolle Dinge in dieser Welt anstellen und erreichen.“ Zuerst wollte sie Zitate von berühmten Frauen „verwienerischen“, erzählt sie, schlussendlich kam sie jedoch von der Idee ab und hat sich anstelle dessen entschieden drei verschiedene Sprüche zu veröffentlichen. Nun kann man Leiberl mit den Aufdrucken „Das geht mir auf die Eierstöcke“, „Ois Oasch“ und „Ich bin eine nette Suffragette“ erstehen. 

„Das geht mir auf die Eierstöcke“
„‘Das geht mir auf die Eierstöcke‘ ist das weibliche Pendant für ‘Das geht mir auf die Eier‘ beziehungsweise für ‘Das geht mir auf den Sack‘. Ich fands irgendwie unfair, dass Männer so einen Spruch hatten und wir nicht. ‘Ois Oasch‘ hab ich genommen, weil ich finde durch den minimalistischen Stil kann man das Shirt z.B. auf unter einem Blazer in die Arbeit anziehen oder zu einer Konferenz wo es mal wieder nur um Männer oder so geht. Irgendwie so ein Statement, aber eben kein In your Face, sondern ein bisschen dezenter. Und ich ‘Ich bin eine nette Suffragette* reimt sich einfach lustig. Und außerdem finde ich es einen netten Joke, immerhin war die Suffragettenbewegung alles andere als nett. Aber ohne diese Frauen hätten wir vielleicht heute noch kein Wahlrecht.“, so Claudia. 

Ihr Ziel ist es, Frauen Mut zu machen und „vielleicht sogar den inneren Rebell zu erwecken“: „Mit den Designs von QuoteUNQUOTE Design kann auch die schüchterne Feministin ihre Meinung nach außen tragen und ein klein wenig Aufsehen erregen.“

Nein zur Fast-Fashion-Industrie
Neben dem feministischen Ansatz ist auch der Umweltaspekt von großer Bedeutung. Claudia stellt sich bei der Auswahl der Shirts bewusst gegen die Fast-Fashion-Industrie. Alle Shirts sind aus 100 Prozent Baumwolle und von der Fair Wear Foundation zertifiziert. Das bedeutet, dass bei der Herstellung auf faire Bedingungen geachtet wird, keine übermäßigen Überstunden gemacht werden müssen und die Arbeiter und Arbeiterinnen fair entlohnt werden. 

Juli 2019

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Julia Ichner
Julia Ichner

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