Seit 2016 ungenutzt

Leere „Schule“ kostet in Wels jeden Monat 60.000 €

Seit Oktober 2016 steht die ehemalige Landesfrauenklinik in Wels leer. Die Pläne für die Nachnutzung liegen schon seit längerem auf dem Tisch. Doch die Eröffnung der Polizeischule verzögert sich. Im September soll es soweit sein. Bis dahin zahlt der Bund weiterhin monatlich rund 60.000 Euro für den Leerstand.

„Auf der einen Seite fehlen Ausbildungsplätze für die dringend gebrauchten Polizisten, auf der anderen Seite wurden zwei Millionen Euro Steuergeld für Leerstandskosten verschwendet. Verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeldern sieht anders aus“, ärgert sich die Welser SPÖ-Nationalratsabgeordnete und künftige Bürgermeisterkandidatin Petra Wimmer.

23.000 Euro für Betriebskosten
Seit Oktober 2016 steht das rund 14.700 Quadratmeter große Areal der ehemaligen Landesfrauenklinik leer. Im Juli 2018 übernahm das Innenministerium das Gebäude vom Bundesamt für Fremdenwesen und setzte die monatliche Zahlung von 35.000 Euro für die Miete und 23.000 für die Betriebskosten fort. „Ein Projekt dieser Größenordnung nimmt eine entsprechende Zeit in Anspruch. Auch Lieferfristen für die Einrichtung müssen berücksichtigt werden“, nahm Innenminister Wolfgang Peschorn zur schriftlichen Parlamentsanfrage Wimmers Stellung.

Start mit 200 Schülern im Herbst 
Ab Herbst sollen rund 200 Polizeischüler dem um 1,5 Millionen Euro umgebauten Gebäude neues Leben einhauchen. „Davon ist derzeit auszugehen“, so Peschorn. Nach anfänglicher 50-prozentiger Auslastung rechnet er im Laufe des ersten Halbjahres 2020 mit einer Vollauslastung.

Mario Zeko
Mario Zeko
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