18.07.2019 08:40 |

Miete oder Eigentum

Politik streitet um Wohnbauprojekt

Insgesamt 230 Wohnungen will die Heimat Österreich, wie berichtet, am Dossenweg bauen. Das Vorhaben steht in der Politik außer Streit. Allerdings scheiden sich die Geister an der Aufteilung: SPÖ und Grüne kritisieren, dass ÖVP und FPÖ vom Plan abgerückt seien, wonach 25 Prozent Mietkaufwohnungen sein sollen.

„Wir sind nicht gegen das Projekt, halten aber den Aufteilungsschlüssel für falsch“, so Grünen-Klubchefin Ingeborg Haller vor der heutigen Sitzung. Der Plan von Ex-Stadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) sah 50 Prozent geförderte Mietwohnungen vor und je 25 Prozent Mietkauf und Eigentum.

Die ÖVP handelte mit der Heimat Österreich einen neuen Schlüssel aus: 56 Prozent Miete, 25,4 Prozent günstiges Baurechts-Eigentum, 18,6 Prozent „echtes“ Eigentum. Stadtchef Harald Preuner (ÖVP) weiß die FPÖ hinter sich: „Die Stadt muss sich auch um leistbares Eigentum kümmern“, sagt der blaue Planungssprecher Robert Altbauer.

Mit Zusatzantrag holt Preuner die SPÖ an Bord

Um auch die SPÖ an Bord zu holen, verhandelte Preuner am Mittwoch mit seinem roten Vize Bernhard Auinger. Ergebnis ist ein Zusatzantrag, der heute eingebracht werden soll: Die Stadt vergibt alle Mietwohnungen. Der neue Kindergarten auf dem Areal wird von der Stadt in Abstimmung mit privaten Trägern in Gneis betrieben. „Wenn das durchgeht, sind wir dabei“, so Auinger, der betont: „Ich hätte mir eine andere Form der Zusammenarbeit mit der ÖVP vorgestellt.“

Im Gemeinderat, der im Herbst endgültig abstimmt, geht die Diskussion weiter. Neos-Gemeinderat Lukas Rößlhuber fordert ein Konzept zur Vergabe der Baurechtswohnungen. „Ich wünsche mir junge Familien, die auch in der Stadt arbeiten.“ SALZ-Gemeinderat Christoph Ferch und Anrainer meinen, es gebe weder ein Verkehrskonzept noch genügend Volksschulplätze.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger

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