17.07.2019 15:21 |

Ohrfeige als Auslöser?

Prügelnde Mädchen: Rädelsführerin ausgeforscht

Vor den Augen von etwa zehn Mädchen hat sich die Auseinandersetzung im Fridtjof-Nansen-Park im Wiener Bezirk Liesing entzündet, bei der ein 13 Jahre altes Mädchen schwer verletzt wurde. Die Tat wurde - wie berichtet - auf Video festgehalten und verbreitete sich in den sozialen Netzwerken in Windeseile. Mittlerweile konnte die Wiener Polizei mehrere der Tatverdächtigen ausforschen, unter ihnen auch die Rädelsführerin (14), die zuvor selbst eine Ohrfeige von dem späteren Opfer erhalten habe, wie sie aussagte.

Die 13-Jährige dürfte von dem ein Jahr älteren Mädchen - wie berichtet - offenbar in eine Falle gelockt worden sein. Dieses hatte die Schülerin am Tag des Vorfalls zu Hause abgeholt und war mit ihr in den Park im Bezirk Liesing gegangen. Dort wurden die beiden bereits von mehreren weiteren Mädchen erwartet.

Kampf verweigert
„Die 14-Jährige fragte die 13-Jährige, gegen wen sie eins gegen eins kämpfen wolle“, so Polizeisprecher Harald Sörös via Aussendung. Die 13-Jährige wollte jedoch nicht kämpfen, daraufhin kam es zu den im Video zu sehenden Szenen. Weitere junge Mädchen mischten sich in die Auseinandersetzung ein. Die 13-Jährige wurde zunächst geschlagen, an den Haaren gezerrt, zu Boden gerissen und weiter drangsaliert. Dabei trug sie Prellungen davon.

Aus Angst keine Anzeige erstattet
Am Samstag wurde das Video von Zeugen bei der Polizei vorgelegt, die daraufhin umgehend die Ermittlungen aufnahm. „Polizeiliche Anzeige erstattete das Mädchen vorerst aus Angst nicht“, berichtete Sörös weiter. Da es sich bei den Vorgängen jedoch um ein Offizialdelikt handelt, nämlich schwere Körperverletzung, wird die Polizei in einem solchen Fall auch ohne Anzeige des Opfers tätig, wie Polizeisprecherin Irina Streirer bereits erklärt hatte. Im Zuge der Erhebungen konnten die 13-Jährige wie auch die 14-Jährige ausgeforscht und zu dem Vorfall einvernommen werden. Wie sich im Zuge der Befragung herausstellen sollte, dürfte es zwischen den beiden im Vorfeld bereits zu einem Streit gekommen sein. Gekannt haben dürften einander die beiden jedenfalls, wenn auch nur flüchtig, so die Exekutive.

„Zuvor Ohrfeige von Kontrahentin bekommen“
Auch will die 14-Jährige zuvor selbst von dem späteren Opfer angegriffen worden sein. „Sie (die 14-Jährige, Anm.) behauptete, zuvor eine Ohrfeige von ihrer Kontrahentin bekommen zu haben“, so Sörös. Außerdem will sie das am Boden liegende Opfer nicht getreten haben, sondern vielmehr in den Boden daneben.

Die Ermittlungen laufen indes weiter, weitere Tatverdächtige seien der Polizei bereits namentlich bekannt. Ermittelt werde wegen schwerer Körperverletzung, „aufgrund der Vorgehensweise in verabredeter Verbindung“, hieß es.

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