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Zu Besuch in Wiens einziger Liebeskummer-Praxis

Fast jeder Mensch leidet zumindest einmal in seinem Leben an Liebeskummer. Ein Gefühl, das kaum auszuhalten ist, bei den meisten aber von selbst wieder verschwindet. Doch bei manchen Personen verschwindet Liebeskummer auch nach Jahren nicht. Das kann so weit gehen, dass auch andere Bereiche des Lebens davon beeinflusst werden. Diesen Menschen möchte Psychologin und Psychotherapeutin Birgit Maurer in ihrer Liebeskummer-Praxis unterstützen. City4U hat mit ihr über gebrochene Herzen und den Weg aus der Krise gesprochen.

Von Liebeskummer ist jeder mal betroffen, unabhängig von Geschlecht, Bildungsgrad, sozialen Status, Herkunft und sexueller Orientierung. „Meine älteste Patientin war 85 Jahre alt, die jüngste 14. Bei mir saß jeder schon mal auf der Couch, vom Politiker und Spitzenmanager über den Journalisten bis zum Bauarbeiter. Die Liebe beschäftigt uns einfach alle am meisten“, erklärt Birgit Maurer beim City4U-Gespräch in ihrer Liebeskummer-Praxis. Im Jahr 2008 wurde sie von der klinischen Psychologin und Psychotherapeutin gegründet. Vorher war sie als Psychologin im Behindertenbereich, im Gefängnis und im Auslandseinsatz im Kosovo - egal wo, Liebe war fast immer das Thema Nummer eins.

„Die meisten Therapeuten sind mit dem Thema Liebe beschäftigt. Ich habe es einfach nur beim Namen genannt. Wenn die Menschen Husten haben, googeln sie ,Husten‘. Mein Gedanke war, dass sie das auch bei Liebeskummer tun und dann finden sie in meiner Praxis gleich die richtige Anlaufstelle.“ Die Praxis hat „sofort eingeschlagen“. Es können bis zu acht Klienten täglich sein, wobei auch Paare und Gruppen darunter sind. „Es kommen viele Menschen zu mir, die vorher gesagt haben, dass sie nie zu einem Therapeuten gehen würden. Doch manche leiden zwischen einem halben und zwei Jahren so sehr, bis sie sich schließlich Hilfe suchen“, beschreibt Maurer. In der integrativen Gestaltungstherapie sollen die Menschen lernen mit Trennung, Scheidung, Verlust umzugehen.

„Jeder empfindet Liebe anders, daher auch Kummer. Im Prinzip lernen wir ja von Kindheit an mit Kennenlernen und Trennen umzugehen. Der Verlust von lieb gewonnen Menschen durch Schulwechsel, Umzug oder Tod von nahestehenden Personen.“  Das Thema Liebeskummer im Erwachsenenalter ist laut der Psychologin leider häufig immer noch tabuisiert und viele Menschen haben wenig Ansprechpersonen für dieses Leid und suchen einen neutralen Ort, an dem sie nicht bewertet und verurteilt werden. „Die häufigsten Themen hier sind Trennungen, Scheidungen, aber auch Konflikte in der Partnerschaft, Einsamkeit, der Umgang mit der Partnersuche im Internet, das Leben in Patchwork-Familien, Gewalt und Missbrauch sowie destruktive Beziehungsdynamiken. Letzteres kommt besonders oft vor. Hierbei geht es darum, warum manche Menschen immer den gleichen Typ Mann/Frau als Partner anziehen. Immer einen Alkoholiker, immer jemanden mit einer psychischen Erkrankung.“

Wie lange die Therapie dauert, ist immer unterschiedlich. „Manche benötigen nur ein klärendes Beratungsgespräch. Bei anderen Menschen entsteht aufgrund tiefsitzender Verletzungen ein länger dauernder therapeutischer Prozess. “, erläutert die Psychologin. Und was ist das Schlimmste, was man seinem Partner antun kann? „Ich hatte einen Fall, da hat der Mann ein Post It hinterlassen, worauf stand: ,Es ist aus‘. Als sie von der Arbeit nachhause kam, sah sie nur das Post It. Alle seine Sachen waren weg und er war nicht mehr zu erreichen. So etwas ist das Schlimmste, was man einem Menschen antun kann. Der gemeinsamen Zeit überhaupt keine Wertschätzung entgegenzubringen und das Ende auch nicht zu begründen. Dabei entstehen zusätzlich zum Verlustschmerz, viele ungeklärte Fragezeichen und ein massive Verletzung des Selbstwertes.“

Obwohl Birgit Maurer oft mit tragischen Geschichten konfrontiert ist, versucht sie, nicht mitzuleiden. „Es bringt ja niemanden was, wenn ich mit weine. Selbstverständlich fühle ich mit, aber mein Hauptaugenmerk liegt darauf, die Menschen wieder auf einen guten Weg zu bringen, der sie glücklich macht.“ Doch wie wird man nach einer Trennung wieder glücklich und wie geht man mit Liebeskummer richtig um? „Selbstliebe ist das beste Heilmittel sowie Selbstfürsorge: Man muss sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sich selbst versorgen, trösten und trösten lassen und nicht den anderen glorifizieren.“

Über ihre Erfahrungen in der Liebeskummer-Praxis hat Birgit Maurer in Zusammenarbeit mit dem Psychologen Dieter Krainz zwei Bücher geschrieben. „Wenn die Liebe Kummer macht“ gibt Einblick in die Arbeit in der Praxis, enthält Fallbeispiele und Tests. „Du liebst mich, du liebst mich nicht...“ weist Möglichkeiten vom Flirt zum Date, wie man gefährliche Liebesklippen umschiffen und das Liebesglück in der Beziehung aufrecht halten kann.

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Teilnahmeschluss ist Mittwoch, der 24. Juli, um 12 Uhr!

Viel Glück!

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Juli 2019

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Viktoria Graf
Viktoria Graf

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