15.07.2019 06:48 |

Land will Abschuss

Dem Wolf geht es jetzt an die Gurgel

„Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten“, sagte Johann Wolfgang von Goethe. Dies gilt aktuell auch für den Problemwolf, der in Großarl sein Unwesen treibt. 25 Schafe hat er allein diesen Monat schon gerissen. Geht es nach dem Land und den Bauern, soll er dafür bitter bezahlen.

„Freigeben für den Abschuss!“ So lautet der dringliche Antrag, der am Montag von betroffenen Almbauern mit starker Rückendeckung des Landes und dem Wolfsbeauftragten Hubert Stock bei der Bezirkshauptmannschaft eingereicht wird.

Der Grund für die Aufregung: Innerhalb von nur zwei Wochen hat Insegrim auf der Tofernalm in Großarl zwischen 20 und 25 Schafe gerissen. Er gilt somit laut dem in Salzburg erstellten Managementplan zum Umgang mit dem Tier als Problemwolf. Weitere 20 Schäfchen werden im Pongau noch vermisst. „Die Bauern in diesem unübersichtlichen Gebiet haben bereits all ihre Schafe von der Alm abgetrieben“, bestätigt Rupert Quehenberger, Präsident der Salzburger Landwirtschaftskammer.

Und er stellt sich die Frage: „Wollen wir noch eine Weidewirtschaft oder nicht?“ Der Wolf gehöre laut Quehenberger auf jeden Fall weg. „Egal wie, ob schießen oder einfangen. Denn das Tier hat keine natürliche Scheu mehr.“

Die Jagd des Wolfes sei allerdings sehr schwierig. „Die Wahrscheinlichkeit, dass er trotz Freigabe zum Abschuss überhaupt erwischt wird, ist äußerst gering“, betont der Landwirt.

Lage in der Schweiz schon länger kritisch
Die Situation in der Schweiz ist noch mehr zum Heulen. Im Vorjahr wurden 47 Wölfe gezählt. Bereits 2010 zogen die Tiere durch Teile der Inner- und Westschweiz und durch Graubünden. Knapp 2000 Schafe oder Ziegen wurden dort in den vergangenen fünf Jahren gerissen. Die Bundesparlamentarier wollen den Schutz für den Wolf lockern und eine Jagd auf das Tier wieder erlauben.

Sandra Aigner
Sandra Aigner

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