15.07.2019 09:00 |

Flut im Tal auffangen?

Hochwasserschutz: Verein hat Etappenziel erreicht

Manchmal belächelt, doch der Verein Hochwasserschutz Tirol ließ einfach nicht locker und drängte beim Land immer wieder darauf, künftiges Hochwasser schon in den Seitentälern „aufzufangen“. Nun wurde ein Etappenziel erreicht, denn LHStv. Josef Geisler sicherte eine Machbarkeitsprüfung bis Jahresende zu.

Ob das jüngste Inn-Hochwasser den entscheidenden Rückenwind für den Strasser Wasserfischer-Bauer Alfred Enthofer und seinen Verein brachte? Mehr denn je ist er überzeugt, dass die derzeit geplanten Retentionsflächen am Inn an falschen Orten geplant seien. „Die großen Retentionsflächen nützen nichts, wenn diese – so wie jetzt passiert – schon mit Grundwasser voll sind“, betont Enthofer. Im selben Boot sieht er Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger, der die Flächen seiner Bauern nicht opfern will: „Solange es unterschiedliche Expertisen gibt, kann man sich für keine Projektvorschläge entscheiden, es braucht Klarheit.“

Zillertal als Paradebeispiel
Der Verein Hochwasserschutz Tirol glaubt, dass die Zillertal-Speicherkraftwerke der beste Beweis für das Funktionieren der so genannten alpinen Retention seien. Nun gehe es darum, ähnliche Auffanglösungen auch für große Täler wie das Pitz- oder Ötztal zu prüfen. Enthofers Felder in Strass würden laut Plänen zu Überflutungsflächen werden, Nun freut er sich, dass LHStv. Geisler eine Machbarkeitsstudie zusagte, die ernsthafte Alternativen zeigen soll.

Andreas Moser
Andreas Moser
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