Di, 16. Juli 2019
09.07.2019 16:00

Tirol greift durch

Causa „Airbnb“: Hohe Strafen für private Vermieter

Was Uber für Taxler ist, ist Airbnb für Hoteliers. Günstige Wohnungen überschwemmen den Markt auch in Österreich. Nur Steuern zahlen die „Vermieter unter dem Radar“ nicht. Tiroler, die über die Online-Plattform Zimmer anbieten, müssen sich melden; sonst drohen hohe Strafen. Kärnten ist im Wartemodus

Bis zu 5000 Euro werden in Osttirol etwa fällig, wenn die Anzeige- und Registrierungspflicht nicht eingehalten wird. Im Mai hatte der Tiroler Landeshauptmann reagiert: „Die Vermietung privater Unterkünfte über Buchungsplattformen wie Airbnb nimmt immer größere Ausmaße an und verschärft die Konkurrenzsituation mit klassischen Tourismusbetrieben.“ Die Gesetzeslage müsse deshalb auf Landesebene angepasst werden. Gesagt – getan!

Strafen müssten höher sein
Meldepflichtig sind Vermieter, egal ob privat oder gewerblich, auch in Kärnten, erklärt Wolfgang Kuttnig von der Wirtschaftskammer. Nur die Strafen (Anm. im niedrigen dreistelligen Bereich), die im Süden drohen, seien viel zu gering. „Der Abschreckungsfaktor ist in Tirol weitaus höher“, bestätigt Kuttnig. Und auch die Frage, wer die Einhaltung kontrollieren soll, stellt sich: „Die Strafbehörden werden dem Problem nicht Herr. Die Bezirkshauptmannschaften, Gemeinden und Magistrate sind überfordert.“ Die Kärntner Tourismuswirtschaft wünscht sich Nachbesserungen.

Fairer Wettbewerb
In Tirol sei ein Urteil des Landes- und Verwaltungsgerichts Anlass für eine Nachjustierung bei dem Gesetz gewesen. Eine bessere Lösung stand jedenfalls bei der mittlerweile Ex-Regierung vornan: Im „Plan T - Masterplan für Tourismus“ wird „die Schaffung eines modernen regulatorischen und organisatorischen Rahmens“ gefordert, der einen fairen Wettbewerb gewährleisten soll. „Jetzt liegt die Zukunft auf Eis“, so Kuttnig.

Elisabeth Nachbar
Elisabeth Nachbar

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