09.07.2019 14:53 |

Für weniger Müll

Ausnahme für die Mehrwegbecher wird nun überprüft

Großteils aufgeräumt präsentierte sich am Montag, also nur einen Tag nach dem Ende des Electric Love Festivals, das Gelände am Salzburg Ring. Heuer wurde zwischen Veranstalter und Umweltabteilung des Landes ein unabhängiges begleitendes Monitoring vereinbart. Ein Experte war während des Festivals dort. Damit werden die heuer gewährte Abweichung vom Mehrweggebot bei der Getränkeausgabe sowie Möglichkeiten zu mehr Umweltschutz evaluiert. Ergebnisse soll es schon im Herbst geben.

„Für nächstes Jahr werden wir gemeinsam mit den Veranstaltern konkrete Maßnahmen vereinbaren, die eine substanzielle Verbesserung bieten sollen“, so LH-Stv. Heinrich Schellhorn beim Lokalaugenschein auf dem Gelände.

Ausnahmegenehmigung bei Großveranstaltungen

Die Großveranstaltung erhielt eine, im Abfallwirtschaftsgesetz vorgesehene, seltene Ausnahmegenehmigung vom strengen Salzburger Mehrweggebot. Diese Ausnahmeregelung tritt etwa bei logistischen Problemen in Kraft. So wurden beim Festival Einweg-Plastikbecher statt der gesetzlich erwünschten wiederverwendbaren Mehrwegbecher ausgegeben.

Zelte und sogar Couches blieben liegen

Die Becher sind aber nicht die einzige Herausforderung im Umgang mit Müll. „Sorgen macht auch, dass die Menschen viele Sachen einfach zurücklassen, wie zum Beispiel Zelte und sogar Couches“, so Umweltschutzreferent Schellhorn.

Ausnahmen bei mehr als 10.000 Personen möglich

Das Abfallwirtschaftsgesetz sieht Ausnahmen zum Mehrweggebot nur unter bestimmten Voraussetzungen vor, zum Beispiel bei Veranstaltungen mit mehr als 10.000 Personen und wenn der Veranstalter nachweist, die nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Die Entscheidung darüber trifft die zuständige Behörde, im Falle des Electric Love Festivals ist das die Bezirkshauptmannschaft Salzburg Umgebung.

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