09.07.2019 13:15 |

Auch in Salzburg:

Müllberge auf den Autobahnen

Jährlich landen mehr als 1300 Tonnen Müll auf den Salzburger Autobahnen. Ein Viertel davon muss jedes Jahr händisch von Mitarbeitern gesammelt werden. 

Jedes Jahr landen Tausende Tonnen Müll nicht nur in den Containern und Müllkübeln der 51 ASFINAG Rastplätze und 87 Raststationen entlang der Autobahnen und Schnellstraßen, sondern leider auch direkt auf der Strecke. Achtlos „entsorgte“ Getränkedosen und Zigaretten sind dabei aber nicht nur ein Ärgernis für Lenkerinnen und Lenker, sondern können zu gefährlichen Wurfgeschoßen werden oder zu abrupten Fahrmanövern führen.

„Gegenstände auf Fahrbahnen, und wenn es nur eine aufgewirbelte Zeitung ist, können Unfälle verursachen“, sagen die ASFINAG-Geschäftsführer Christian Ebner und Stefan Siegele und appellieren an alle Verkehrsteilnehmer auch daran zu denken, bevor sie etwas aus dem Seitenfenster werfen.

In ganz Österreich fielen im Vorjahr in Summe 8.700 Tonnen Müll an. Allein in Salzburg wog der Müllberg im Vorjahr mehr als 1300 Tonnen. Knapp ein Viertel, etwas mehr als 2.000 Tonnen österreichweit und mehr als 300 Tonnen in Salzburg, mussten die Mitarbeiter jährlich händisch aufsammeln. Die hohen Kosten verursachen dabei eben vor allem die während der Fahrt auf die Autobahn geworfenen Gegenstände. Geschäftsführer Ebner: „Und in Summe kostet die Müllentsorgung jedes Jahr bereits mehr als 13 Millionen Euro.“

Bedenklich ist dabei, dass die jährlichen Müllmengen stark steigen. In ganz Österreich fielen 2017 in Summe 6.760 Tonnen Müll an, die Entsorgungskosten beliefen sich auf etwas mehr als zehn Millionen Euro. In Salzburg waren es 2017 etwas mehr als 1200 Tonnen, 2018 sammelte und entsorgte die ASFINAG aber bereits 1330 Tonnen Müll in Salzburg.

Rest- und Sperrmüll landet auf Raststätten

Auch wenn der größte Teil des Mülls ordnungsgemäß in dafür vorgesehenen Mistkübeln und Containern landet, kämpft die ASFINAG gegen den sogenannten „Mülltourismus“. „Unsere Mitarbeiter finden auf den Rast- und Parkplätzen immer wieder auch normalen Hausmüll sowie alte Autoreifen und Bauschutt“, bestätigt Abteilungsleiter Heimo Maier-Farkas diese „billige, aber illegale Variante der Müllentsorgung“. Aber auch Fahrräder, Kühlschränke, Bänke oder Türen müssen von den Mitarbeitern der Autobahnmeistereien unter großem Aufwand weggeräumt werden.

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