08.07.2019 19:11 |

Wiederholungsgefahr

Gruppenvergewaltigung: Teenager (14) nun in Haft

Nach der Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau in Deutschland - an der fünf zwölf- bzw. 14-jährige Burschen beteiligt gewesen sein sollen - ist einer der Verdächtigen in Haft. Das Amtsgericht habe den Haftbefehl gegen einen der 14-jährigen Jugendlichen erlassen - wegen Wiederholungsgefahr, hieß es am Montagabend von der Staatsanwaltschaft Duisburg. Es sei nämlich bekannt geworden, dass der Teenager schon vor der Tat - damals allerdings noch im strafunmündigen Alter - wegen zweier sexueller Belästigungen aufgefallen war!

Der Fall, der am Wochenende bekannt geworden war, schockiert über die Grenzen Deutschlands hinaus. Bei dem Verbrechen war am Freitagabend eine angeblich 18-jährige Frau in Mülheim an der Ruhr vergewaltigt worden - nachdem sie von der Gruppe Jugendlicher auf ein Waldstück in der Nähe eines Spielplatzes gelockt worden sein soll. Anrainer hatten die Polizei gerufen. Die junge Frau soll davor laut Medienberichten eine Stunde lang in der Gewalt der Burschen gewesen sein.

Drei 14- und zwei Zwölfjährige tatverdächtig
Dringend tatverdächtig sind drei 14-Jährige und zwei Zwölfjährige. Die Tatverdächtigen wurden am Wochenende von der Polizei befragt und anschließend ihren Eltern übergeben. Alle fünf sind bulgarischer Nationalität.

Am Wochenende hatte die Staatsanwaltschaft zunächst keinen Haftbefehl gegen die 14-Jährigen beantragt, da sie über einen festen Wohnsitz und familiäre Bindungen verfügen.

Verdächtigen sollen vor Ferien nicht mehr zur Schule gehen dürfen
Alle fünf Verdächtigen sollen in der letzten Woche vor den Sommerferien im Bundesland Nordrhein-Westfalen nicht mehr in die Schule gehen. „Entsprechende Verfügungen werden derzeit vorbereitet“, erklärte die Bezirksregierung Düsseldorf am Montag. Die Verantwortlichen nähmen die Sorgen der Eltern der Mitschüler sehr ernst, hieß es zur Begründung.

Das verletzte Opfer konnte nach Kenntnis der Polizei im Laufe des Samstags das Krankenhaus verlassen. Es soll sich um eine 18-Jährige handeln. Genaue Angaben machten die Ermittler aus Gründen des Opferschutzes nicht.

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