08.07.2019 15:43 |

Überlebten Supernova

Forscher entdecken in Milchstraße „Zombie-Sterne“

Forscher der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) in Nürnberg haben eine neue Sternenklasse entdeckt. Es handelt sich dabei um sogenannte „Zombie-Sterne“, die offenbar eine Supernova überlebt haben und mit enormer Geschwindigkeit durchs All rasen. Zwei dieser von den Astronomen als Hyper-Velocity-Sterne (kurz: HVS) bezeichneten Sterne, konnten nun in der Milchstraße entdeckt werden.

Normalerweise sprengt ein sterbender Stern bei einer Supernova bei einer gewaltigen Explosion seine äußeren Schichten ins Weltall. Zurück bleibt ein Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch. Die jetzt entdeckten Hyper-Velocity-Sterne scheinen eine solche Explosion aber überstanden zu haben.

Bei Analyse von Satelliten-Daten gefunden
Gefunden haben die FAU-Forscher die HVS im Zuge der Suche nach seltenen Sternen in Daten, die der ESA-Satellit „Gaia“ zur Erde gefunkt hat. Diese Sterne, die auch als Hyperschnellläufer bezeichnet werden, rasen derartig schnell durch ihre Galaxien, dass sie diese verlassen können.

Sterne sind ungewöhnlich klein
Im Vergleich zu anderen Hyperschnellläufern sind die gefundenen Sterne jedoch ungewöhnlich klein, ihre Masse beträgt nur rund ein Fünftel der Sonne. Das Besondere an diesen HVS ist vor allem ihre chemische Zusammensetzung: Sie bestehen überwiegend aus Neon und Sauerstoff und weisen keinerlei Spuren von Wasserstoff und Helium auf, wie das bei normalen Sternen der Fall ist.

Von den drei neu entdeckten Sternen, die sich wie ein Ei dem anderen ähneln, befinden sich zwei innerhalb der Milchstraße, einer außerhalb dieser, berichten die deutschen Wissenschaftler. Die „Zombie-Sterne“ könnten neue Erkenntnisse über die Entstehung und Verteilung schwerer Elemente im Universum liefern, heißt es.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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