Ernste Warnung:

„Die Zukunft der Pflege steht auf dem Spiel!“

Über einen Hilferuf von mehr als 1700 Pflegekräften im Sozialhilfeverband Linz-Land und darüber hinaus haben wir berichtet. Aber auch im zweitgrößten Bezirk Oberösterreichs, Vöcklabruck, gärt es in der Altenpflege: „Es ist höchste Zeit zum Handeln. Es steht nichts weniger als die Zukunft der Pflege auf dem Spiel!“

Personalvertreter von fünf Alten- und Pflegeheimen im Bezirk Vöcklabruck und Gewerkschafter haben schon Anfang Mai miteinander Alarm geschlagen. Trotzdem hat sich nichts zum Besseren gewendet, sagt ÖGB-Regionalsekretär Frederik Schmidsberger auf unsere Nachfrage. Außer, dass ihnen ein Gespräch mit dem Sozialhilfeverband Vöcklabruck versprochen wurde. „Aber klar ist, eine wirkliche Lösung kann der Verband nicht bringen. Da muss die Politik handeln“, bekräftigt der Gewerkschafter.

20 Prozent mehr Personal in den Heimen
Wie in Linz-Land ist auch in Vöcklabruck eine der Kernforderungen, den Pflegeschlüssel(das Zahlenverhältnis Pfleger/Gepflegte) bedarfsbezogen um biszu 20 Prozent im Dienstpostenplan überschreiten zu können. Denn die Aufgaben und Herausforderungen in der Pflege sind - zum Beispiel durch mehr Demenzkranke - gestiegen. Zusätzlich erschweren Krankenstände unter den oft überlasteten Pflegekräften die Erfüllung der Aufgaben.

Eine lange Liste von Problemen
Weitere Hauptprobleme:Zu gering besetzte Nachtdienste, Rufbereitschaften, die halbe Bezirke oder mehr abdecken sollen, und zu wenig Zeit für Betreuung über die Pflege hinaus (Gespräche, Spaziergänge, etc.) sowie Heimhelferinnen, die zu Kompetenzüberschreitungen gezwungen sind.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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