Linzerin in Bozen:

„Am Theater geht es nur um eine gemeinsame Sache!“

Irene Girkinger (43), einst Dramaturgin am Theater Phönix in Linz sowie am Wiener Volkstheater, setzt seit einigen Jahren die Vereinigten Bühnen Bozen sehr erfolgreich in Szene. Dort führt sie als Intendantin ein mehrsprachiges Publikum in einem Landestheater zusammen.

„Krone“: Sie haben den Ruf, das deutsche Theater in Südtirol modernisiert zu haben. Wie war es am Beginn?
Irene Girkinger: Die Situation war aufgrund der Mehrsprachigkeit nicht einfach. Als Intendantin hatte ich den Auftrag, ein Landestheater für alle zu machen - das ist gelungen. Am Theater ist es egal, welchen Alters, welcher Herkunft, welchen Geschlechts man ist, es geht nur um eine gemeinsame Sache, und die meint: Gutes Theater auf die Bühne bringen und die Menschen berühren, unterhalten und zum Nachdenken anregen.

„Krone“: Standen früher deutschsprachige Stücke selbstverständlich am Spielplan?
Irene Girkinger: Nein, Politiker und Kulturschaffende der deutschsprachigen Bevölkerungsgruppe haben dafür gekämpft, dass sie auch im Stadttheater unterkommen. Das war ursprünglich dem italienischen Sprechtheater vorbehalten. Heute ist aber alles - deutsches und italienisches Theater, Tanz und Oper - unter dem Dach, die Vereinigten Bühnen sind für das deutschsprachige Programm zuständig.

„Krone“: Ihr Vertrag läuft bis 2022.
Irene Girkinger: Dann geht es auf in ein neues Theaterabenteuer! Im Theater passiert das Mögliche, und oft sogar das Unmögliche. Das liebe ich!

„Krone“: Ihr Erfolgsgeheimnis?
Irene Girkinger: Modernes Theater und dokumentarische Stücke, die schwierige historische Kapitel bearbeiten. Ich hole auch den Linzer Regisseur Georg Schmiedleitner, den Designer Stefan Brandtmayr für Inszenierungen.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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