07.07.2019 15:30 |

Abenteuer im Zeughaus

Ritter Theuerdank und seine kleinen Gefährten

Kaiser Maximilian höchstpersönlich soll das Ritterepos verfasst haben, in dem das junge Publikum dem Helden zur Seite steht. Noch heute im Innsbrucker Zeughaus zu erleben!

Königin Ehrenreich wählte den Ritter Theuerdank aus, um ihr in einer mittelalterlichen Welt voller hinterhältiger Schurken, Neidern und wilden Tieren zur Seite zu stehen. Also macht sich der wackere Recke quer durch das Zeughaus auf, um seine Mission zu erfüllen. Fast aussichtslos wäre das Abenteuer, wenn nicht junge Besucher – quasi als Knappen – an Theuerdanks Seite wären. Einer davon ist Emanuel, der am Zeughaus-Eingang eine Botschaft für den Ritter überreicht bekam und sie ihm später ehrfurchtsvoll übergibt. „Du musst dich beeilen“, flüstert der Bub dem Edelmann zu. Gut mitgedacht, kleiner Helfer!

Ein Abenteuer in den alten Gemäuern
Auf dem Weg durch die alten Gemäuer, vorbei an Kanonen und Rüstungen, fiebern die Kinder mit, als Theuerdank im Schlaf überwältigt werden soll, als er sich dem wütenden Löwen stellt und als ihn ein Widersacher zum Schwertkampf fordert. Am Ende – dies sei verraten – hält der Held um die Hand der Königin an.

Zeughaus statt Wattens im Maximilianjahr
Hintergrund des historischen Schauspiels ist das heurige Maximilian-Jubiläumsjahr. Also übersiedelt auch das bekannte Tiroler Sagen- und Märchenfestival für zwei Tage in die Rüstkammer des Kaisers. „Das Abenteuer läuft ähnlich wie im Wald bei Wattens“, schildert Festivalobmann Walter Steidl. Er hält es für plausibel, dass das Epos tatsächlich auf Maximilians Gedanken zurück geht. „Er wird ja immer als letzter Ritter bezeichnet, doch eigentlich war er dafür um 100 Jahre zu spät geboren. Vielleicht hat er sich deshalb diese Geschichte erdacht“, sinniert Steidl.

20 ausgebildete Darsteller
Trotz Badewetters am Vormittag hingen am Samstag viele Kinder (bei freiem Eintritt!) an den Lippen der kostümierten Schauspieler. „Wir haben einen Pool von rund 20 top ausgebildeten Darstellern“, verrät Steidl. Für ihn ist klar: Man muss den Kindern auch visuell etwas bieten, damit sie vom Geschehen gefesselt sind. Wie sehr, zeigte sich, als die Kleinen einen flüchtenden Schurken festhielten und so mithalfen, dass dem edlen Ritter ein guter Ausgang beschieden ist.

Auch heute braucht der Ritter noch viele Helfer
Tipp: Auf die Spuren von Kaiser Maximilian und Ritter Theuerdank kann man sich im Zeughaus auch am Sonntag (7. Juli) begeben. Zwischen 9 und 16 Uhr erwartet die Besucher im 20-Minuten-Takt eine Zeitreise und mit dem Ausfüllen eines Rätselpasses kann man tolle Preise gewinnen. Im August kehrt das Sagen- und Märchenfestival nach Wattens zurück. Informationen: www.maerchenfestival.at

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