06.07.2019 06:04

3 Monate für Lösung

Mehr Polizei und Sozialarbeit gegen Alkoholexzesse

Sozialarbeit und Polizei sollen es auf dem Franz-Jonas-Platz in Wien richten. Beim „Krone“-Lokalaugenschein am Freitag war ein Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort. Vom Tisch ist das Alkoholverbot nicht. „Wir schauen uns das drei Monate an und werden dann entscheiden“, sagt Wiens Suchtkoordinator Ewald Lochner.

Neben dem Bus des Stadtservice streiften auch Polizei sowie Sicherheitskräfte der Wiener Linien und der ÖBB durchs Bahnhofsgelände. Sozialarbeiter versuchten, mit den Betroffenen ins Gespräch zu kommen. All das ist Teil des Maßnahmenpakets der Stadt, um die „Alk“-Szene beim Bahnhof Floridsdorf trockenzulegen.

Großteils Anrainer
„Im Gegensatz zum Praterstern handelt es sich großteils nicht um Obdachlose, sondern um Menschen, die in der Umgebung wohnen“, berichtet Lochner. Darum habe man vorerst auf ein Alkoholverbot verzichtet. Stattdessen sollen Betroffene ermutigt werden, Hilfsangebote gegen ihre Alkoholkrankheit in Anspruch zu nehmen.

„Manche trauen sich da nicht hin“, berichtet Gerhard Kanta von der Initiative „Help U“. Er und seine Kollegen sprechen immer wieder mit Betroffenen und stehen auch für Fragen von Fahrgästen bereit. Um die Sauberkeit auf dem Platz künftig zu erhöhen, wird die MA 48 öfters anrücken, um die Hinterlassenschaften der Betrunkenen wegzuräumen.

„Dem Paket eine Chance geben“
Bezirkschef Georg Papai (SPÖ) will die nächsten drei Monate abwarten: „Man sollte dem Paket eine Chance geben.“ Falls sich die Situation nicht verbessert, seien aber härtere Maßnahmen notwendig, wie etwa ein Alkoholverbot, so Papai.

Das Großaufgebot auf dem Franz-Jonas-Platz blieb auch anderen Bezirksparteien nicht verborgen: „Hoffentlich war das nicht nur eine einmalige Show“, meinten Vertreter von FPÖ und WIFF. Die ÖVP sammelt jetzt Unterschriften für ein Alkoholverbot.

Philipp Wagner, Kronen Zeitung

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